MusikVorOrt

Neues Förderprogramm ab 2020 fürs Musizieren in ländlichen Räumen

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Aktuelles

Bis zur Antragsfrist am 12. Januar 2020 waren beim Bundesmusikverband Chor und Orchester e.V. über 800 Anträge aus ganz Deutschland eingereicht worden. Eine Fachjury hat nun über die Anträge beraten und 37 Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet für eine Förderung durch MusikVorOrt ausgewählt. Die Auswahl der geförderten Projekte zeigt eine breite Vielfalt: Neugründungen von Chören oder Ensembles, Festivals, inklusive und interkulturelle Musikprojekte sowie offene Mitmach-Angebote sind gleichermaßen vertreten. Diese Modellprojekte werden mit insgesamt 630.000€ gefördert; pro einzelnem Projekt beträgt die Förderhöhe bis zu 25.000€. Startschuss für den Beginn der Projekte ist der 1. März 2020; Förderende ist der 31. März 2021.

 

BMCO-Präsident Benjamin Strasser MdB zeigt sich erfreut über die große Resonanz auf das Förderprogramm. Diese beweise ein bemerkenswertes Ideenpotential im Bereich der Amateurmusik und verdeutliche gleichzeitig den hohen Bedarf an finanzieller Unterstützung in den ländlichen Räumen. „Mit MusikVorOrt können wir nun die Umsetzung besonders herausragender musikalischer Projektideen ermöglichen.“, so Strasser. Man wolle damit beispielgebende Ideen realisieren und zur Nachahmung anregen. „Die Amateurmusik“, so Strasser, „ist der wichtigste Träger außerschulischer musikalischer Bildung. Damit können wir das Kulturangebot in ländlichen Räumen stärken und damit auch der Gesellschaft insgesamt helfen.“ Denn Amateurmusizieren bedeute nicht nur musikalische Aktivität und kulturelle Teilhabe: „Gemeinsam singen und musizieren fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist wichtig für das soziale Miteinander.“

 

Übersicht der geförderten Projekte

Idee

Gemeinsam singen und musizieren ist wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das soziale Gefüge. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) hat ein Förderprogramm für Modellprojekte in ländlichen Räumen ausgeschrieben, die im Zeitraum vom 1. März 2020 bis 31. März 2021 stattfinden sollen. Das Besondere: bewerben kann sich jede*r – ob Einzelperson oder Institution –, und es gibt keinen Eigenanteil der Kosten, der finanziert werden muss. Da der BMCO bei den Projekten formal die Funktion des Veranstalters übernimmt, entsteht für die Antragsteller*innen keine Veranstalterhaftpflicht, keine GEMA-Gebühr und kaum bürokratischer Aufwand.

 

Bis zu 25.000 Euro für dein neues Musikprojekt im ländlichen Raum

 

Ob die Neugründung eines Ensembles oder ein neues Projekt einer bereits bestehenden Gruppe, ob im Jugendbereich oder mit Erwachsenen – einzige Voraussetzung ist: Das Projekt muss einen neuen Aspekt aufweisen und das gemeinsame Singen und Musizieren in ländlichen Räumen (Gemeinden bis 20.000 Einwohner*innen) in Deutschland fördern. Die Antragsstellung ist bewusst einfach gehalten, um die Teilnahme am Förderprogramm jedem zu ermöglichen. Vor Ort gibt es eine*n „Projektmacher*in“, der*die dem BMCO als Ansprechpartner*in zur Verfügung steht. Die Förderhöhe beträgt bis zu 25.000 Euro pro Projekt.

 

Auf einen Blick

 

Termine

  • Zeitraum für Antragstellung: 11. November 2019 bis 12. Januar 2020
  • Entscheidung der Jury: ca. 17. Februar 2020
  • Zeitraum für Projektdurchführung: 1. März 2020 bis 31. März 2021

Finanzen

 

Förderhöhe pro Projekt: zwischen 5.000 und 25.000 Euro (inklusive Umsatzsteuer)

 

Musik

 

Musikrichtung/-genre: keine Einschränkungen, solange das gemeinsame Singen/Musizieren mehrerer Personen ermöglicht wird.

 

Formales

 

Antragsberechtigt: Einzelpersonen und Institutionen. Das Projekt darf keine anderweitigen Fördermittel des Bundes erhalten.

 

Voraussetzungen:

  • Musikprojekt
  • im ländlichen Raum (Gemeinden bis 20.000 Einwohner*innen)
  • Gruppenerlebnis (gemeinsames Singen/Musizieren)
  • neu für die Region und für die (evtl. bereits bestehende) Musikgruppe

 

Mehr Infos

Wenn Sie Fragen zum Förderprogramm MusikVorOrt haben, wenden Sie sich gern an uns.

Hintergrund

Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich die Parteien dazu bekannt, die ländlichen Räume zu stärken. Im Oktober 2019 wurden in diesem Zusammenhang Fördermittel für das gemeinsame Musizieren bestätigt. Rund zwei Millionen Euro stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien dafür in den nächsten zwei Jahren bereit.

Im Rahmen des neu entwickelten Programms „MusikVorOrt“ kann der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO), der Dachverband der Amateurmusik in Deutschland, Mittel für die Arbeit von Chören und Orchestern in ländlichen Räumen zur Verfügung stellen. Grundidee des BMCO ist, diese Förderung unkompliziert und mit geringstmöglichem bürokratischen Aufwand bereitzustellen.

 

BMCO-Präsident Benjamin Strasser MdB zeigt sich erfreut: „Endlich wird der Bedarf der meist ehrenamtlich organisierten Chöre und Orchester in ländlichen Räumen auch monetär und nicht nur in Sonntagsreden anerkannt.“ Denn Amateurmusik wird auch dort gemacht, so Strasser weiter, wo sonst kaum Institutionen hinkommen, und das fördert dort den gesellschaftlichen Zusammenhalt. MusikVorOrt ermögliche nun die Arbeit solcher Ensembles, statt mit immer neuen Vorschriften das ehrenamtliche Engagement der ca. 14 Millionen Menschen, die in Deutschland in ihrer Freizeit musizieren, zu gefährden.

Ein konkretes MusikVorOrt-Vorhaben steht übrigens schon fest: der SingBus der Deutschen Chorjugend e.V. (DCJ). Im Rahmen ihrer Initiative „Kinderchorland – in jedem Ort ein Kinderchor“ soll der SingBus durch das gesamte Bundesgebiet touren, um die Kinderchorarbeit in ländlichen Räumen zu fördern.