Musica Sacra International - Online!

21. - 25. Mai 2021 im Allgäu: Musikfestival der Religionen

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Aktuell

Festivaltausch: Musica Sacra International vom 21.-25. Mai 2021

 

MODfestivals reagiert mit Festival-Tausch auf die anhaltend schwierige Situation durch die einschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Im Jahr 2021 soll das Festival Musica Sacra International nun erneut stattfinden.

 

Seit 30 Jahren veranstaltet MODfestivals im jährlichen Wechsel, immer an Pfingsten, die beiden Festivals „Musica Sacra International“ und „Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf“. Das alle zwei Jahre stattfindende multireligiöse Festival „Musica Sacra International“ vereint Sänger*innen, Instrumentalist*innen und Tänzer*innen verschiedener Länder und Weltreligionen zum gemeinsamen Musizieren in Marktoberdorf.

 

Da die ursprünglich für mai 2021 geplante Durchführung des „Internationalen Kammerchor Wettbewerbs Marktoberdorf“ nicht in gewohnter Weise stattfinden kann, hat sich MODfestivals e.V., in Absprache mit den Behörden, dem Vorstand und der Künstlerischen Leitung, zu einem einmaligen Tausch der Festivals entschlossen. An Pfingsten kann vom 21. bis 25. Mai 2021 nun das Festival „Musica Sacra International“ mit Live-Auftritten, Abendkonzerten, Workshops und interreligiöser Begegnung stattfinden.

 

Eine vorausschauende Planung mit kleineren Ensembles, größeren Auftrittsorten und weniger Zuschauer*innen bietet ein Hygienekonzept, das die Durchführung eines Live-Festivals trotz hoher Anforderung ermöglichen soll. Ebenso wird das Bildungsprogramm „Toleranz macht Schule“ angeboten. Dafür wurde eigens ein Programm entwickelt, das den aktuellen Vorschriften entspricht und Kindern und Jugendlichen trotzdem die Möglichkeit gibt, sich mit den Besonderheiten der verschiedenen Weltreligionen und Kulturen zu beschäftigen.

 

Aufgrund dieses Festival-Tausches findet folglich in den Jahren 2022 und 2023 jeweils ein „Internationaler Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf“ statt. Diese, so hofft der Veranstalter MODfestivals e.V. kann dann wieder, wie gewohnt, in einem internationalen Rahmen und in entsprechender Größenordnung durchgeführt werden.

 

Weitere Informationen online unter www.musica-sacra-international.org.

 

Online-Edition des Musica Sacra International im Jahr 2020

 

 

Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie hat Musica Sacra International im Jahr 2020 als Online-Edition stattgefunden. Allen Interessierten wurde auf diese Weise ermöglicht, das Festival an Pfingsten virtuell zu besuchen. Auf Plattformen wie YouTube, Facebook sowie der Website von Musica Sacra konnten so am Pfingstwochenende Konzerte, Moderationen und die Inhalte der Atelierkonzerte von zu Hause aus verfolgt werden. So war es den Besuchern des Festivals genauso wie interessierten Zuhörern aus aller Welt möglich, die Musik der Weltreligionen auf einzigartige Weise zu erleben, wo und wie oft sie möchten. Was ursprünglich als Behelfslösung gedacht war, könnte zukünftig fester Bestandteil der Festivals werden: Denn mit einem digitalen Angebot zusätzlich zum realen Treffen können noch mehr Menschen erreicht werden.

 

 

Die Videos vom Festival können auch im Nachhinein online geguckt werden.

 

 

Allgemein

Das interreligiöse und interkulturelle Begegnungsfestival Musica Sacra International findet gewöhnlich im jährlichen Wechsel mit dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb statt – Musica Sacra in den geraden, der Kammerchor-Wettbewerb in den ungeraden Jahren. Veranstalter von Musica Sacra International ist der MODfestivals e.V. in Marktoberdorf. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. ist ideeller Träger des Festivals.

 

Alle zwei Jahre, jeweils an Pfingsten, lädt MODfestivals e.V. Ensembles aus verschiedenen Religionsgemeinschaften zu einer musikalischen Begegnung nach Marktoberdorf und die Region Allgäu ein. Das Begegnungsfestival möchte durch die Musik einen Beitrag zum Kennenlernen und Verstehen anderer Kulturen und Religionen leisten. Im Zentrum des fünftägigen Festivals stehen die Konzerte. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Veranstaltungen, in denen die Musik und Religionen in unterschiedlichen Formaten und für alle Altersgruppen vorgestellt, diskutiert und erklärt werden.

Programm

Konzerte

 

Die Chöre und Ensembles präsentieren sich in zahlreichen Konzerten in der gesamten Region Allgäu. Dabei gestalten jeweils mindestens drei Musikgruppen ein Konzert. Ziel ist das gemeinsame Musizieren von Buddhisten, Hindus, Juden, Muslimen und Christen. Die Konzerte finden soweit möglich in Kirchen, Synagogen und Moscheen statt.

 

Von Experten gegebene Einführungen tragen zum besseren Verständnis der jeweiligen Programme bei.

 

Ateliers

 

Tiefergehende Einblicke in die Religionen und deren jeweilige Musik ermöglichen die Ateliers. An drei Vormittagen finden jeweils drei Ateliers statt. Jeder dieser öffentlichen Workshops stellt eine Religion in den Fokus. Sie werden konzipiert und geleitet von den teilnehmenden Ensembles. Anhand von Klangbeispielen und kleinen Werken, die gemeinsam gesungen werden, und ergänzt durch Hintergrundwissen, bieten die MusikerInnen den Teilnehmenden einen authentischen Zugang zu „ihrer“ spirituellen Musik.

 

Kinderatelier

 

Zum ersten Mal wird 2020 ein Kinderatelier angeboten. An einem Nachmittag können Kinder aller Altersgruppen Lieder aus den verschiedenen Religionen kennenlernen und einstudieren.

Mitwirkende

Ensembles

Bei Musica Sacra International 2020 sind folgende Ensembles dabei:

  • Rezonans, Istanbul/Türkei, Ltg. Burak Onur Erdem (Islam)
  • Ars Choralis Coeln, Köln/Deutschland, Ltg. Maria Jonas (Christentum)
  • Pontanima, Sarajevo/Bosnien-Herzegowina, Ltg. Alma Aganspahic (Christentum, Judentum, Islam)
  • Hasira, Novi Sad/Serbien (Judentum)
  • Renkei Hashimoto, München/Deutschland (Buddhismus)
  • Pavel Brochin und Vokalensemble Agios, Deutschland (russische Orthodoxie)
  • Rupert Huber und Ensemble Spinario, Wien/Österreich (Animismus)
  • Angira Bhattacharya, Indien (Hinduismus)
  • Nairobi Chamber Chorus, Nairobi/Kenia, Ltg. Ken Wakia (afrikanisches Christentum)

Festivalchor

 

Alle Singbegeisterten sind eingeladen, im Rahmen des Festivalchores das Festival Musica Sacra International als SängerInnen aktiv mitzugestalten. Der Chor wird geleitet von Gary Graden, Direktor für Chormusik an der Kathedrale und der Jakobskirche in Stockholm, unterstützt von dem türkischen Chor Rezonans. An vier Tagen erarbeiten die SängerInnen Werke aus verschiedenen religiösen Hintergründen. Der Chor präsentiert das erarbeitete Programm im großen Abschlusskonzert des Festivals.

 

   Anmeldung zum Festivalchor

Bildungsprogramm

Rahmenprogramm

 

Interreligiöse Aussstellung: Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos

 

Für voraussichtlich drei Wochen wird die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ in Marktoberdorf zu sehen sein. Die Ausstellung besteht aus fünfzehn Tafeln, die Grundlageninformationen über acht Weltreligionen und deren ethische Botschaften vermitteln. Die übrigen Tafeln zeigen und illustrieren die Weltethos-Prinzipien – Menschlichkeit, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Partnerschaft.

 

Zur Ausstellung sollen Führungen für verschiedene Altersgruppen angeboten werden.

 

Podiumsdiskussion

 

In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema Musica Sacra International – Musikfestival der Religionen geben. Gesprächspartner sind die Mitglieder des Wissenschafltichen Beirats des Festivals:

  • Bischöfin i.R. Bärbel Wartenberg-Potter
  • Prof. Dr. Jascha Nemtsov, Weimar
  • Dr. Ghassan El Masri, Berlin
  • Dr. Carola Roloff, Hamburg
  • Dr. habil. theol. Verena Grüter (Moderation)

Toleranz macht Schule

Die Vermittlung der Religionsinhalte ist ein wichtiger Bestandteil des Festivals. Deshalb begleitet Musica Sacra International ein Bildungsprogramm für Kinder aller Altersstufen. Dessen Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen Wissen über die Religionen zu vermitteln und Vorurteilen vorzubeugen. Über das ganze Jahr hinweg bieten wir in Kooperation mit unterschiedlichen Bildungseinrichtungen Veranstaltungen zum Thema Religionen an.

 

Lesereihe und Erzähltheater „Was ist Religion?“

 

Zum ersten Mal bieten wir ein Programm für Kinder im Kindergartenalter an. In Kooperation mit der Stadtbücherei Marktoberdorf sollen Bücher zu den verschiedenen Weltreligionen angekauft werden und in Lesungen altersgerecht vermittelt werden. Anschließend basteln und malen die Kinder Bilder und Hintergründe für ein Erzähltheater – ein aus dem japanischen kommendes „Kamishibai“.

 

Trickfilme selber machen

 

Ebenfalls in Kooperation mit der Stadtbücherei Marktoberdorf wird in den Osterferien ein Trickfilm-Workshop für Kinder im Alter von zehn bis 15 Jahren angeboten. Ausgangspunkt werden Bücher zum Thema Religion sein. Die kurzen Filme werden im Rahmen des Festivals gezeigt.

 

Singspiel „Abrahams Kinder“

 

Gemeinsam mit zwei Grundschulen und deren Horteinrichtungen in Marktoberdorf soll – über einen Zeitraum von einem halben Jahr – das Singspiel „Abrahams Kinder“ einstudiert werden. Es handelt von neun Kindern, die unterschiedliche religiöse Hintergründe haben (Christentum, Judentum und Islam). Das Singspiel besteht aus Liedern, Text und Begleitung. Unterschiedliche Gruppen werden musizieren, spielen, Bühnenbilder bauen und sprechen. Somit werden sich rund 80 Kinder über sechs Monate hinweg intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Religionspädagogen, Musikpädagogen sowie Kunstpädagogen werden für das Projekt hinzugezogen.

 

Das Jüdische Museum Berlin on tour

 

Im Rahmen von „Toleranz macht Schule“ bietet Musica Sacra International im Vorfeld eine ganz besondere Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin direkt an Allgäuer Schulen an. Der on.tour-Bus ist eine Bildungsinitiative des Jüdischen Museums Berlin. Es richtet sich an SchülerInnen der Klassenstufe 8 bis 13.Einen ganzen Schultag können sich SchülerInnen mit jüdischer Religion, Kultur und Geschichte anhand von Objekten auseinandersetzen. Die SchülerInnen erforschen eigenständig und interaktiv die Inhalte. Mit den pädagogisch geschulten on.tour-Referenten entwickelt sich ein Dialog, bei dem auch die Lebenswelt und Einstellungen der Schülerinnen und Schüler eine Rolle spielen.