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Förderprogramm für Amateurmusik in ländlichen Räumen

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Förderprogramm

IMPULSDas neue Förderprogramm für Amateurmusik in ländlichen Räumen

 

Im Rahmen des Förderprogramms NEUSTART KULTUR stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters mit dem neuen Förderprogramm IMPULS 10 Millionen Euro für die Amateurmusik in ländlichen Räumen bereit. Die Förderung soll den Musizierenden Impulse und Motivationshilfen zur nachhaltigen Stärkung und erhöhter Sichtbarkeit für den zeitnahen Neustart ermöglichen. Die Ensembles sollen zur schnellen Wiederaufnahme der Proben- und Konzerttätigkeit befähigt werden und Unterstützung bei durch die Pandemie beschleunigten Transformationsprozessen in den Bereichen (Wieder)gewinnung von Mitgliedern und Digitalität erhalten.

 

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) ist der übergreifende Dachverband von 21 bundesweit tätigen weltlichen und kirchlichen Chor- und Orchesterverbänden mit insgesamt 100.000 Ensembles. Er entstand 2019 durch Zusammenschluss der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e.V. (BDC) und der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände e.V. (BDO) und vertritt die Interessen der Amateurmusik gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Der Bundesmusikverband koordiniert das Förderprogamm IMPULS.

 

Die Antragsstellung ist bis zum 31. Mai 2021 möglich. Bitte lesen Sie vor der Antragstellung die Fördergrundsätze. Die im Antrag gestellten Fragen in gesammtelter Form sowie die Mustertabelle für die Kostenkalkulation finden Sie hier zur Vorbereitung des Online-Antrags.

Eckpunkte

Das Förderprogramm im Überblick

 

Antragsstellung:                  01. – 31.05.2021
Projektzeitraum:                 01.07. – 31.12.2021
Förderhöhe                        2.500 – 15.000 €

 

Antragsberechtigung:      Amateurmusikensembles aus dt. Kommunen von max. 20.000 Einwohner*innen mit regelmäßiger Aktivität in 2018/2019
Eigenanteil:                         10% der Antragssumme, ehrenamtliche Arbeit darf einberechnet werden
Förderfähig
                      z.B. Honorare, Sachausgaben sowie Weiterbildungen. 

 

 

Fördermodule 

  • Modul A: Kreativer Neustart, z.B. durch Gemeinschaftskonzerte oder innovative Proben- und Aufführungsformen 
  • Modul B: Mitgliedergewinnung, z.B. durch neue Formen der Ansprache oder Projekte mit breiter Teilhabe und Diversität 
  • Modul C: Strukturstärkung, z.B. durch Weiterbildungen, Organisationsentwicklung, digitales Arbeiten 

 

Benötigte Unterlagen zur Antragsstellung

  • Förderantrag (Ausfüllen erfolgt online, ab 1. Mai auf dieser Seite erreichbar)
  • vollständiger Ausgaben- und Finanzierungsplan 
  • ggf. schriftliche Bestätigung anderer Förderer 
  • gültige Satzung oder vergleichbares Dokument, möglichst Handels-/Vereinsregisterauszug 
  • ggf. Nachweis über die Vertretungsberechtigung der unterzeichnenden Person
  • Überschussermittlungen und Vermögensübersichten der letzten 2 Jahre (Vereine können die zuletzt bei Beantragung eines Freistellungsbescheids eingereichten Unterlagen übermitteln. Körperschaften öffentlichen Rechts, wie z.B. Kirchengemeinden, schildern bitte kurz ihre übliche Einnahmen-/Beitragsstruktur.) 

Die Nachweise helfen der Antragsprüfung eine Einschätzung darüber zu treffen, ob die Trägerstruktur des beantragten Projekts auf eine bereits realisierte Kulturarbeit an ihrem Wirkungsort zurückblicken kann und, ob sie über Erfahrungen in der Verwaltung von Finanzen verfügt.
Kirchengemeinden müssen keine Überschuss- und Vermögensübersichten einreichen.

 

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt über eine reichhaltige Amateurmusikszene von außerordentlicher Vielfalt. Laut Musikinformationszentrum musizieren in Deutschland rund 14 Millionen Menschen in ihrer Freizeit. Mit der Bereitstellung von 10 Millionen Euro für das neue Förderprogramm IMPULS unterstreicht die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) die große Bedeutung, die die Bundesregierung der Förderung der Amateurmusik im ländlichen Raum auch und gerade in diesen Zeiten beimisst. Wir – der Bundesmusikverband Chor & Orchester – kennen die Vielfältigkeit und Kreativität der Amateurmusikszene und freuen uns auf eine Vielzahl unterschiedlichster Projektideen und Anträge. Wir erwarten, dass die Nachfrage die verfügbaren Mittel deutlich übersteigen wird. Somit werden voraussichtlich nicht alle Anträge bewilligt werden können; mit den bereitgestellten Mitteln können wir aber weit über 600 –1.200 Projekte fördern. Vor diesem Hintergrund haben wir uns bemüht, das Antragsverfahren möglichst einfach und so Ihren Aufwand möglichst klein zu halten. Alle bis zum 31. Mai eingereichten Anträge werden gleichermaßen bei den Förderentscheidungen der Jury berücksichtigt; die Jury tagt im Juni 2021. 


Wir bemühen uns zudem um eine 2. Förderrunde aus der zweiten Kulturmilliarde. 

FAQ

Was möchte das Förderprogramm IMPULS erreichen?

Das Programm IMPULS zielt darauf ab, dem Amateurmusizieren in ländlichen Räumen Impulse und Motivationshilfen zur nachhaltigen Stärkung und erhöhter Sichtbarkeit für den zeitnahen Neustart zu geben. Die Ensembles sollen zur schnellen Wiederaufnahme der Proben- und Konzerttätigkeit befähigt werden und Unterstützung bei durch die Pandemie beschleunigten Transformationsprozessen in den Bereichen (Wieder)gewinnung von Mitgliedern und Digitalität erhalten. Besonders begrüßt werden Projekte, welche unterschiedliche AkteurInnen vor Ort einbeziehen und Vernetzung sowie Wissenstransfer fördern.

Woraus besteht Modul A?

Modul A: Kreativ neustarten

Um die Motivation zur zeitnahen Wiederaufnahme der Arbeit zu stärken, Synergien zu heben und der Amateurmusik eine größere öffentliche Aufmerksamkeit zu ermöglichen, wird die Durchführung eines Gemeinschaftsprojektes oder einer anderen verbindenden Maßnahme gefördert. Hierzu können auch externe Impulse zur inhaltlichen Neuprofilierung künstlerischer Art zählen.

Es können weiterhin Vorhaben gefördert werden, die sich auf innovative Weise mit Proben- und Konzertformaten auseinandersetzen oder sich mit dem immateriellen Kulturerbe auf eine Weise auseinandersetzen, welche die Traditionen des Amateurmusizieren nicht nur weiterführen, sondern auch in einen Bezug zur heutigen Zeit herstellen und damit ggf. neues Publikum gewinnen können.

 

Gefördert werden kann z.B. in folgenden Bereichen:

 

neue Kooperation schaffen und ausbauen:

  • Gemeinschaftskonzert mit einem anderen Verein
  • Koproduktion mit Theater- oder Tanzverein in der lokalen oder regionalen Umgebung, z.B. Musical, Singspiel, Hörspielproduktion…

 

Innovative Formate:

  • externe Inputgeber*in aus Konzert- oder Theaterhaus, z.B. Theater- oder Musikpädagog*in, Regisseur*in, Choreograph*in, Beatboxer*in, Sprechtrainer*in beraten und coachen den Verein bei und für neue Projektideen
  • mobile Ensembleprobe (coronakonform): Ensembleleiter*innen gehen von Haus zu Haus und proben in kleiner Besetzung am Fenster, im Garten, auf der Straße oder im öffentlichen Raum, damit die Musiker*innen am Ball bleiben (Nebeneffekt: Mitgliedergewinnung).
  • musikalischer Adventskalender (digital und analog möglich)
  • neue Konzert-/Aufführungsformen, z.B. neue Konzepte Publikum vs. Mitmachen, Veranstaltungsorte, Einbeziehung audiovisueller Medien, etc.

 

Immaterielles Kulturerbe:

  • Aus Alt mach Neu, z.B. neue Arrangements von Volksliedern, Aktualisierung/Ergänzung von Texten
  • Visionen: Wie sieht Amateurmusik in 50 Jahren aus? Wie bereichert sie das Leben und an was erinnern sich folgende Generationen?
Woraus besteht Modul B?

Modul B: Mitglieder (wieder)gewinnen

Insbesondere in ländlichen Räumen ist die Gewinnung musikalischen Nachwuchses auf Grund der demographischen Entwicklung und einer gegenüber urbanen Räumen schwächeren Infrastruktur herausfordernd. Viele Ensembles bilden daher ihren Nachwuchs selbst aus. Auch diese Arbeit ist unter den Bedingungen der Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen. Es werden daher Projekte gefördert, welche künftige Mitmusizierende und Engagierte allen Alters an die Amateurmusik heranführen können und dabei neue Formen der Ansprache umsetzen. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei auch Projekte, die eine breite Teilhabe ermöglichen und die Diversität der Gesellschaft widerspiegeln.

 

Gefördert werden kann z.B. in folgenden Bereichen:

 

Neugierig machen:

  • Instrumentenvorstellung und/oder -bau, Chorwerkstatt, Songschmiede, Beatbox-Workshop, Rhythmusspiele etc. in außerschulischen Kontexten, um neue Kinder und Jugendliche zu gewinnen
  • Tag der Offenen Tür, Schnupper-Veranstaltungen, Mitmach-Aktionen

 

Ausprobieren:

  • Wiedereinsteiger mit zeitlich begrenzten Maßnahmen anbinden
  • Patenschaften, Übe-Tandems, etc.

 

Ansprache:

  • öffentlichen Onlineauftritt zeitgemäß gestalten
  • Platz- und Straßenkonzerte, Flashmobs, etc.
Woraus besteht Modul C?

Modul C: Strukturen stärken

In ländlichen Räumen sind oft größere Entfernungen zu überwinden, denen Angebote des Öffentlichen Personennahverkehrs nur zeitlich eingeschränkt gegenüberstehen. Weiterbildungsangebote und Wissensvermittlung zu spezifischen Fachthemen sind im ländlichen Raum daher schwieriger erreichbar. Gleichzeitig sind die Strukturen der Amateurmusik insbesondere in ländlichen Regionen ein wichtiges, gemeinschaftsbildendes Element und bedürfen daher besonderer Unterstützung. Um auf nachhaltige Weise den Wissenstransfer von Stadt zu Land zu fördern, können Multiplikator*innen Festzuschüsse für Weiterbildungen erhalten und die gelernten Inhalte direkt vor Ort aktiv weitergeben oder Weiterbildungen direkt vor Ort veranstalten.

 

Gefördert werden kann z.B. in folgenden Bereichen:

 

Vereine zukunftsfähig gestalten:

  • Coaching zur Organisationsentwicklung aus anderen gemeinwohlorientierten Organisationen
  • neue Generationen im Vorstand und im Ensemble gewinnen, Aufbau von Jugendabteilungen
  • geschlechtergerechte Besetzung -> jung &alt & divers, Partizipation leben

 

Digitalisierung:

  • digitales Arbeiten im Verein, z.B. Sitzungen, Datenarchivierung, Bild- und Tonmaterialien
  • digitale Strategien für Publikum, Öffentlichkeitsarbeit, Crowdfunding, etc.

 

Weiterbildung

  • Wissen erhalten, z. B. zu digitalen Tools, Kompetenznachweis Kultur, Vereinsmanagement, und vor Ort als Multiplikator*in verbreiten
  • Wissen weitergeben, z.B. durch Ausrichtung eigener Weiterbildungen
In wie vielen Modulen darf eine Förderung beantragt werden?

Das ist vollkommen flexibel. Die Förderung darf in einem, zwei oder drei Modulen beantragt werden.

Wer darf die Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind alle nicht überwiegend öffentlich finanzierten Trägerstrukturen* von aktiven Amateurmusikensembles, deren Sitz und zentrale Tätigkeit in ländlichen Räumen der Bundesrepublik Deutschland liegen.

Die Antragsteller müssen in der Lage sein, die Verwendung der Fördermittel bestimmungsgemäß nachzuweisen. Ebenso müssen sie in den Jahren 2018 und 2019 aktiv vor Ort tätig gewesen sein.

 

*Öffentliche Schulen sind somit in der Regel nicht antragsberechtigt.

Wie wird "ländliche Räume" bei IMPULS definiert?

Ländliche Räume in diesem Sinne sind Kommunen mit nicht mehr als 20.000 Einwohner*innen. Ausnahmen können nach Absprache zugelassen werden.

Wer ist von einer Förderung ausgeschlossen?

Ausgeschlossen von der Förderung sind Einzelpersonen, Träger von Landes- und Bundesensembles, überwiegend öffentlich finanzierte Trägerstrukturen (wie etwa öffentliche Schulen) sowie Projektorchester, welche sich überwiegend aus Mitgliedern anderer Klangkörper zusammensetzen.

Zudem ist die Förderung nichtprojektbezogener, d.h. laufender und anderweitiger Personal- und Sachkosten, sowie die Förderung von Baumaßnahmen, von Immobilienerwerb und von Folgekosten ausgeschlossen.

Die Förderung bereits getätigter oder beauftragter Ausgaben ist ebenso nicht zulässig.

Wie häufig darf man von IMPULS gefördert werden?

Die Förderung erfolgt als einmalige Projektförderung.

Die Bundeszuwendung soll als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung in der Regel als Festbetragsfinanzierung gewährt werden. Die Förderung setzt grundsätzlich eine angemessene Eigenleistung voraus, die bei der Finanzierung in Höhe von mindestens 10 v.H. der Gesamtausgaben als solche auszuweisen sind.

In welchen Zeitraum darf das Projekt stattfinden?

Das geförderte Projekt muss zwischen dem 1. Juli 2021 und dem 31.12.2021 liegen.

Mit den Vorhaben darf vor Antragstellung und bis zum Abschluss des privatrechtlichen Zuwendungsvertrags nicht begonnen worden sein. Auf Antrag können Ausnahmen gemäß den Regelungen zum förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugelassen werden.

Wie hoch ist die Fördersumme?

Fördermittel können grundsätzlich ab einer Höhe von mindestens 2.500 EUR bis zu einer Höhe von maximal 15.000 Euro pro Antragsteller beantragt werden. Pro Antragsteller wird maximal ein Antrag aus diesem Programm bewilligt.

Welche Ausgaben sind zulässig?

Zu den grundsätzlich förderfähigen Ausgaben gehören insbesondere:

  • Projektbezogene Honorarausgaben (z.B. Honorare von MusikerInnen, DirigentInnen und SolistInnen, Künstlersozialabgabe, Ausgaben für Planung und Organisation).
  • Projektbezogene Sachausgaben (z.B. Verbrauchsmaterial, Probenräume, Öffentlichkeitsarbeit, Miet- und Leihgebühren, Reisekosten in analoger Anwendung des BRKG, GEMA, Requisiten, etc.)
  • Investitionen in Einzel-Gegenstände mit einem Anschaffungswert von über 800 EUR sind grundsätzlich nicht möglich.
  • Festzuschüsse zu Weiterbildungen von Multiplikator*innen.
Wie hoch sind angemessene Honorarsätze?

Angemessene Honorarsätze, jeweils nach höchster abgeschlossener Qualifikationsstufe (h = Zeitstunde = 60 Minuten):

  • 60 EUR/h für Master, Diplom, etc.
  • 53 EUR/h für Bachelor oder Vergleichbares
  • 46 EUR/h für Ausbildung oder langjährige (über 10 Jahre) Praxis-Erfahrung

Eine evtl. KSK-Abgabe ist von dem Betrag abzuziehen, d.h. z.B. ca. 58 EUR Honorar und 2 EUR KSK-Abgabe sind zuwendungsfähig.

Die Grundlage der Stundenzahl ist die Veranstaltungs- bzw. Beratungsdauer. Vor- und Nachbereitung können nicht gesondert abgerechnet werden.

Im Bereich Sachausgaben, werden Reisekosten gemäß Bundesreisekostengesetz, d.h. 20 Cent/KM oder Ticketpreis der niedrigsten Beförderungsklasse gefördert.

Wie hoch sind Festzuschüsse zu Weiterbildungen?

Für den Bereich Festzuschüsse für selbstveranstaltete Weiterbildungen (sowohl für digitale, als auch für evtl. physische Veranstaltungen) gelten folgende Sätze:

  • Pro angefangene 10 Teilnehmende ist ein Dozent förderfähig. D.h. bei 20 Personen sind 2 Dozenten, bei 21 Personen 3 Dozenten abrechenbar.
  • Jede*r Dozent*in bekommt je nach Dauer der Veranstaltung Halb- oder Ganztagessatz pro Kalendertag der Veranstaltung.
    Halbtagessatz = 160 EUR für Veranstaltung bis zu 4 Stunden.
    Veranstaltung länger als 4 Stunden = 305 EUR.
  • Für ggf. stattfindende Präsenzweiterbildungen ist ein Festbetrag von 40 EUR pro TN und Tag für Unterkunft abrechenbar.

Sollte der Antragsteller selbst die Weiterbildung ausrichten wollen, muss der Name der/des (Haupt-)Lehrenden angegeben werden.

Bei der Beantragung von Weiterbildungen im Modul c), die von Dritten angeboten werden, muss im Antrag der jeweilige Bildungsträger angegeben werden.

Was zählt als Eigenleistung?

Die Eigenleistung kann durch zweckgebundene Zuwendungen Dritter (auch Sponsoring, Spenden) und durch Eigenmittel sowie (unbare) Eigenleistungen erbracht werden. Zu den Eigenmitteln/Eigenleistungen zählen auch Einnahmen aus allen Formen von Bezahlangeboten, Gebühren der Teilnehmenden sowie Personalkosten, sofern sie in nachvollziehbarer Weise dem Projekt zuzuordnen sind (Stundenzettel, prozentualer Anteil vom Personaleinsatz). Dem Projekt zuzuordnender ehrenamtlicher Aufwand darf in diesem Fall mit einem fiktiven Stundensatz von 15 EUR/Stunde als unbare Eigenleistung angerechnet werden und wird nach dem Projekt durch Stundenzettel nachgewiesen. Dabei werden nur die tatsächlich geleisteten und nachgewiesenen Arbeitsstunden (unterschriebene Stundenzettel) berücksichtigt.

Darf mein Projekt auch andere Fördermittel erhalten?

Ja. Soweit für eine Maßnahme neben der Förderung aus den BKM-Mitteln auch Fördermittel aus anderen Förderprogrammen des Bundes in Anspruch genommen werden sollen, muss sichergestellt sein, dass die Förderungen unterschiedlichen Zwecken dienen und voneinander abgrenzbar sind. Komplementärmittel von anderen öffentlichen Zuwendungsgebern (z.B. Kommunen, Kreisen, Ländern) sind zulässig.

Barrierefreiheit

Bei den Maßnahmen ist die barrierefreie Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung soweit wie möglich sicherzustellen.

Ökologie

Zur Umsetzung der Maßnahmen sind ökologisch sinnvolle Möglichkeiten zu wählen (wiederverwendbare Materialien und Ausstattung, möglichst geringer Energie- und Ressourcenverbrauch, nachhaltige Veranstaltungen und Mobilitätskonzepte etc.), die möglichst auch dazu beitragen sollen, den ökologischen Fußabdruck beim AntragstellerInnen zu verbessern.

Verwaltungsverfahrensgesetz

Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die ggf. erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheides und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die §§ 48 bis 49a Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG), die §§ 23, 44 BHO und die hierzu erlassenen Allgemeinen Verwaltungsvorschriften analog soweit nicht in diesen Förderrichtlinien Abweichungen von den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zugelassen worden sind. Der Bundesrechnungshof ist gemäß §§ 91, 100 BHO zur Prüfung berechtigt.

Bis wann muss der Förderantrag eingereicht werden?

Der Förderantrag muss bis zum 31. Mai 2021 eingereicht werden. Projekte können frühestens zum 1. Juli 2021 beginnen.

Muss der beantragende Projektträger Mitglied im BMCO sein?

Die Mitgliedschaft in den Strukturen des BMCO, der als mittelausreichende Stelle fungiert, ist nicht erforderlich.

Besteht ein Anspruch auf Förderung?

Es besteht kein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung. Die mittelausreichende Stelle unter Hinzuziehung einer ExpertInnenjury entscheidet aufgrund pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel über die Verteilung der Mittel. Die Zuwendungen stehen unter dem Vorbehalt etwaiger Sperren und sonstiger Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Ab wann und wo kann der Projektantrag gestellt werden?

Ab dem 1. Mai kann der Projektantrag auf dieser Website gestellt werden.

Warum jetzt bewerben, wo doch vielerorts noch nicht einmal geprobt werden kann?

Wir alle hoffen, dass in der zweiten Jahreshälfte unter Berücksichtigung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder musikalische Arbeit möglich ist. Deshalb lohnt es sich zu diesem Zeitpunkt, sich mit neuen Projektideen zu bewerben.

 

Mit Impuls werden Proben- und Aufführungsformate gefördert, die auch unter Pandemiebedingungen möglich sein können. (Modul A)

 

Bei Impuls geht es auch darum, Formate der Öffentlichkeitsarbeit zu finden, die neue Zielgruppen ansprechen und bisherige Mitglieder wiedergewinnen. Auch diese Formate sollten so gedacht sein, dass sie unter Pandemiebedingungen möglich sind. (Modul B)

 

Impuls bietet die Chance, Organisationstrukturen neu zu denken, die Zukunft vorzubereiten und eventuell schon Pilotprojekte zu starten. (Modul C)

Bis wann muss der Verwendungsnachweis eingereicht werden?

Nach Abschluss des Projekts ist bis spätestens 31. März 2022 gegenüber dem Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) ein Verwendungsnachweis vorzulegen.

Die Verwendungsnachweise der Antragsteller sowie die Gesamtverwendungsnachweise der mittelausreichenden Stelle sind Gegenstand der Prüfung durch die Bewilligungsbehörde.

Downloads

Förderunterlagen

Antragsformular


Blog

Im Gespräch mit Marcela Herrera Oleas, Projektleiterin IMPULS

Im Gespräch mit Marcela Herrera Oleas, Projektleiterin IMPULS

„Mein Berufsleben begann im Theater. Ich habe 15 Jahre als Regisseurin und Theaterpädagogin an festen Häusern und in der Freien Szene gearbeitet. Dabei habe ich natürlich auch oft mit Chören, Orchestern, Solist*innen und auch Komponist*innen zusammengearbeitet…“

 

>> zum Interview

Radiobericht SR 2

Radiobericht SR 2

Stefan Donath und Thomas Kronenberger im Gespräch über das neue Förderprogramm IMPULS bei SR 2.

 

>> zum Beitrag

Kulturstaatsministerin Monika Grütters MdB zu IMPULS

Kulturstaatsministerin Monika Grütters MdB zu IMPULS

„Amateurmusik-Ensembles ermöglichen sehr vielen Menschen eine aktive Teilnahme am Kulturleben und tragen gerade abseits großer Metropolen entscheidend zu einem lebendigen Kulturangebot vor Ort bei. Durch die Corona-Pandemie wurde auch dieser Bereich unseres Musiklebens mit voller Wucht getroffen. Deshalb unterstützen wir mit unserem Förderprogramm den Neustart der Amateurmusik. So stärken wir zugleich die kulturelle Infrastruktur in ländlichen Räumen und leisten einen Beitrag zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland.“


Foto: Christof Rieken

Benjamin Strasser MdB, Präsident des BMCO, zu IMPULS

Benjamin Strasser MdB, Präsident des BMCO, zu IMPULS

„Mehr als 14,3 Millionen Menschen musizieren in ihrer Freizeit, Amateurmusizieren ermöglichtkulturelle Teilhabe für alle und hält die Gesellschaft zusammen. Daher ist und bleibt es unserAuftrag, dieses kulturelle Erbe zu schützen und die Basis unseres Musiklands nachhaltig zu sichern. Wir sind dankbar für das neue Förderprogramm IMPULS und freuen uns damit die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffenen Ensembles in den ländlichen Räumen unterstützen zu können.“

 

Foto: Tanja Ruetz

Kontakt

Sie können das IMPULS-Team unter folgender Beratungshotline erreichen: +49 7425-328806-50

Sprechzeiten sind Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 :00 Uhr – 18:00 Uhr sowie Mittwoch und Freitag verlängert von 8:00 Uhr – 20:00 Uhr.

Gerne können Sie uns Ihr Anliegen auch per E-Mail an impuls@bundesmusikverband.de senden.

IMPULS-Team

Marcela Herrera Oleas
Violetta Sviashchenko
Isabel Podowski
Alexey Gulyaev
Martin Horbach
Claudia Irion-Senge
Ulrike Seidel

 

 

 

 

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