COVID-19

Informationen für die Amateurmusik

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Amateurmusizieren ist systemrelevant!

Die Maßnahmen und Reglementierungen zum Schutz der Gesundheit im Zusammenhang mit COVID19 ziehen wirtschaftliche Folgen nach sich, die Akteur*innen der Musikszene hart treffen. Ausfallende Veranstaltungen und abgesagte Projekte stellen Vereine, Freiberufler*innen und Solo-Selbstständige vor große Herausforderungen. Bereiche wie die Amateurmusik sind besonders betroffen, da sie davon leben, dass viele Menschen an einem Ort zusammenkommen und davon sind wiederum viele andere Wirtschaftszweige (Dirigent*innen und Solist*innen, Busunternehmen, Jugendherbergen, Druckereien, Caterer, etc.) abhängig. Aktuell fallen jeden Tag schätzungsweise 1.400 Veranstaltungen nur in der Amateurmusik aus.

 

Dazu Christian Höppner, Generalsekretär im DMR: „Die Vereine sind im Amateurmusikbereich wirklich ja die Essenz unserer kulturellen, musikalischen Vielfalt in unserem Land. Da steht ja ein millionenfaches bürgerschaftliches Engagement dahinter. Deshalb ist das Amateurmusizieren natürlich systemrelevant für unser Land, und das heißt hier müssen Hilfen greifen. Zum Beispiel über den Nothilfefonds, von dem die Bundesregierung schon spricht, dass auch dort die Vereine antragsberechtigt sind und Hilfen bekommen können.“

 

An dieser Stelle möchte der BMCO aber ganz besonders den Menschen danken, die aktiv gegen das Virus kämpfen und denjenigen, die dafür sorgen, dass unser Leben größtenteils geordnet weitergehen kann.

 

Der BMCO setzt sich zusammen mit den Präsidenten der Mitgliedsverbände wie z.B. Christian Wulff und Paul Lehrieder MdB sowie seinen Dachverbänden Deutscher Musikrat und Deutscher Kulturrat dafür ein, dass die wirtschaftlichen Folgen so gut wie möglich aufgefangen werden können, damit die reichhaltige Amateurmusikszene diese Krise überstehen kann.

 

Nahezu alle Bundesländer haben inzwischen Soforthilfeprogramme für Unternehmen, Freiberufler*innen und Vereine eingerichtet. Auch auf Bundesebene wurden viele Regelungen getroffen und ein großen Solidaritätsfonds eingerichtet. Bitte leiten Sie diese Informationen an Ihre Ausbilder*innen und Dirigent*innen sowie weitere freiberuflich Tätige in Ihrem Verein weiter.

Bundesebene

Finanzielle Hilfen auf Bundesebene

 

Solidaritätsfonds (Stand 25. März 2020):

Die Bundesregierung hat Corona-Soforthilfen für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge von Corona in Höhe von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro Bundesmittel beschlossen. Damit wird die Bundesregierung finanzielle Soforthilfe in Form von Zuschüssen zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen leisten. Mit den Mitteln können laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und ähnliches bezahlt werden. Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten erhalten danach bis 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate. Bei bis zu zehn Beschäftigten fließen bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate. Auch die Soforthilfen sollen noch in dieser Woche von Deutschem Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Musikvereine, Chöre und Orchester sind i.d.R. antragsberechtigt, wenn sie gemäß der Definition von Kleinstunternehmen wirtschaftlich tätig sind, weniger als 10 Mitarbeiter beschäftigen und die Jahresbilanz unter 2 Mio. Euro liegt. Die Abgrenzung, was bei einem Verein zum wirtschaftlichen Tätigkeitsbereich (Anbieter eines Produkts am Markt, z.B. Eintrittskarten) gehört und was nicht, muss jeweils im Einzelfall vorgenommen werden.

 

Informationen für Unternehmen und Selbstständige (Bundesregierung) aktualisiert am 30. März 2020

 

Ergänzende Informationen für den Kulturbetrieb (Bundesregierung) aktualisiert am 30. März 2020

 

 

 

Künstlersozialversicherung (Stand 25. März 2020)

Aufgrund der Corona-Pandemie kommt es bei Versicherten und Abgabepflichtigen in der Künstlersozialversicherung zu Einnahmeausfällen unter anderem durch abgesagte Veranstaltungen, zurückgegebene Tickets, etc. Bei Versicherten, deren Einkommensprognose sich verändert hat, besteht die Möglichkeit, der Künstlersozialkasse die geänderte Einkommenserwartung zu melden. Die Beiträge werden den geänderten Verhältnissen angepasst. Bei akuten Zahlungsschwierigkeiten können zudem individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Bei abgabepflichtigen Unternehmen können die monatlichen Vorauszahlungen reduziert werden. Bestehen akute Zahlungsschwierigkeiten, können auch hier individuelle Zahlungserleichterungen gewährt werden. Weitere Informationen

 

 

 

Entschädigung bei Verdienstausfall durch Tätigkeitsverbot

Selbständige und Freiberufler*innen die aufgrund des Coronavirus einem beruflichen Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Wenden Sie sich in diesem Fall an das für Sie zuständige Gesundheitsamt.

 

 

Verwertungsgesellschaften

Aus den Einnahmen der Verwertungsgesellschaft wird ein gewisser Prozentteil für diese sozialen Zwecke beiseitegelegt und – zumeist auf Antrag – Hilfe in Notfällen gewährt. Aktuell können bei der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben. Weitere Informationen

 

 

DOV | Deutsche Orchestervereinigung

Insbesondere freischaffende Musikerinnen und Musiker sind von Konzertabsagen betroffen. Die DOV gibt Hinweise und Empfehlungen. Als Notfallhilfe kann im Rahmen der vorhandenen/gespendeten Mittel eine einmalige Soforthilfe von bis zu 500,- Euro gewährt werden. Hier gibt es weitere Informationen

 

 

GEMA | Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte

Für Lizenznehmer ruhen für den Zeitraum, in dem sie ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der

Pandemie-Ausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge. Es entfallen während dieses Zeitraums die

GEMA-Vergütungen. Ausführlicher Artikel dazu auf der GEMA Website.

 

 

 

 

 

Weitere Regelungen auf Bundesebene:

 

Beschlussfassung für Vereine in Zeiten von COVID-19

Der Bund hat eine Ausnahmeregelung verabschiedet, mit der Vereine auch dann Beschlüsse fassen können, wenn in ihrer Satzung keine Möglichkeiten für Videokonferenzen oder andere „virtuelle Sitzungen“ vorgesehen sind. Damit können Mitgliederversammlungen, Entlastungen und Wahlen auch in Zeiten von COVID-19 durchgeführt werden. Auch Abstimmungen per E-Mail und Fax werden ermöglicht. Mehr erfahren

 

Viele weitere Hinweise zu Regelungen auf Bundesebene für Bereiche, die mit der Amateurmusik verwandt sind, wie z.B. Insolvenzrecht, Mietrecht und Kurzarbeitergeld finden Sie für den Kulturbereich auf den Seiten der Kulturstaatsministerin zusammengestellt. Weitere Informationen

 

Länderebene

Finanzielle Hilfen auf Landesebene (Soforthilfen und Darlehen):

 

 

Baden-Württemberg (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau) aktualisiert am 25. März 2020

 

Bayern (Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie) aktualisiert am 25. März 2020

 

Berlin (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe) aktualisiert am  25. März 2020

Berlin (Creative City Berlin) vom 25. März 2020

 

Brandenburg (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie) aktualisiert am 25. März 2020

 

Bremen (Pressestelle des Senats) vom 20. März 2020

Bremen (Handelskammer) aktualisiert am 25. März

 

Hamburg (Behörde für Kultur und Medien) vom 24. März 2020

Hamburg (Hamburg Kreativ Gesellschaft) vom 20. März 2020

 

Hessen (Ministerium für Wissenschaft und Kunst) vom 20. März 2020

 

Mecklenburg-Vorpommern (Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur) vom 20.März 2020

Mecklenburg-Vorpommern (Kultur-MV) aktualisiert am 25. März 2020

 

Niedersachsen (Ministerium für Wissenschaft und Kultur) aktualisiert am 25. März 2020

Niedersachsen (N-Bank) vom 25. März 2020

 

Nordrhein-Westfalen (Pressemitteilung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft) vom 25. März 2020

Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Kultur und Wissenschaft) aktualisiert am 25. März 2020

Nordrhein-Westfalen (creative.NRW) vom 24. März 2020

 

Rheinland-Pfalz aktualisiert am 30. März 2020

 

Saarland (Ministerium für Bildung und Kultur) aktualisiert am 25. März 2020

 

Sachsen (Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) vom 20. März 2020

Sachsen (Kreatives Sachsen)  aktualisiert am 25. März 2020

 

Sachsen-Anhalt (Staatskanzlei und Ministerium für Kultur) aktualisiert am 25. März 2020

 

Schleswig-Holstein (Staatskanzlei) vom 20. März 2020

 

Thüringen (Thüringer Landesregierung) aktualisiert am 30. März 2020

Thüringen (Aufbaubank Thüringen) aktualisiert am 25. März 2020

Umfrage zu den Auswirkungen des Corona-Virus

Umfrage zu den Auswirkungen des Corona-Virus

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) hat eine Umfrage gestartet, um die Auswirkungen des Corona-Virus auf Akteur*innen und Verbände im Kulturbereich einzuschätzen. Mit dem Ausfüllen des Fragebogens können Sie die BKJ in ihrem Bemühen um Absicherung und Unterstützung zum Schutz der Träger und Fachkräfte im Bereich kultureller Jugendbildung unterstützen! Der Fragebogen kann bis zum 15. April 2020 ausgefüllt werden.

Wir sind für Sie da!

Gerne sind wir für Sie da, um Ihnen bei Rückfragen weiter helfen zu können. Wenden Sie sich dazu gerne per E-Mail an unsere Geschäftsstelle: covid19@bundesmusikverband.de.