14. Januar 2026
Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) lässt erstmals die wirtschaftliche Bedeutung der Amateurmusik in Deutschland umfassend untersuchen. Ziel ist es, repräsentative Daten zu den finanziellen Dimensionen des gemeinschaftlichen Musizierens zu erheben. Die Befragungen haben begonnen, die Ergebnisse werden im Herbst veröffentlicht. Der Verband ruft sowohl Privatpersonen als auch Ensemble- und Verbandsvertreter*innen zur Teilnahme auf.
Amateurmusik ist nicht nur kulturell unverzichtbar, sondern auch ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Die Studie „Wirtschaftliche Bedeutung von Amateurmusik in Deutschland“ untersucht, welche Ausgaben Musiker*innen, Vereine sowie Verbände tätigen – von Instrumenten und Unterricht über Ensembleaktivitäten bis hin zu allen Ausgaben bei Veranstaltungen. Sie beleuchtet erstmals, welche wirtschaftlichen Effekte von den bundesweit 16,3 Millionen Amateurmusizierenden ausgehen. Damit liefert der BMCO eine fundierte Grundlage für kulturpolitische Entscheidungen und stärkt die öffentliche Wahrnehmung der Amateurmusik.
Die Studie wird vom Think-Tank „Zivilgesellschaft in Zahlen“ im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft (ZiviZ) durchgeführt und untersucht drei Ebenen:
• Musiker*innen: Erfassung individueller Ausgaben für die musikalische Ausbildung und das gemeinschaftliche Musizieren
• Ensembles: Analyse von Einnahmen und Ausgaben im Vereinskontext
• Verbände: Erfassung der Finanzierungsschwerpunkte
Teilnahmeaufruf
Für jede Ebene gibt es eigene Fragebögen, die die Grundlage der quantitativen Studie bilden. Der BMCO lädt alle Amateurmusizierende sowie die betreffenden Organisationen zur Teilnahme ein. Alle Daten werden ausschließlich anonymisiert ausgewertet. Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Organisationen sind ausgeschlossen.
Unter folgenden Links gelangen Sie zu den Fragebögen:
• Link: Fragebogen Privatpersonen / Musiker*innen
• Link: Fragebogen Ensemblevertreter*innen
• Link: Fragebogen Verbandsvertreter*innen
Die Erhebungsphase hat am 14. Januar 2026 begonnen und die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für den Herbst dieses Jahres geplant. In der Auswertung werden zusätzlich die Daten der Studie „Amateurmusizieren in Deutschland“ des Deutschen Musikinformationszentrums in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach berücksichtigt. Die Durchführung der Studie wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Weitere Informationen finden Sie auf der BMCO-Webseite: www.bundesmusikverband.de/wirtschaftsstudie.
Weitere Informationen:
Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) ist der Spitzenverband der Amateurmusik in Deutschland. Der BMCO repräsentiert 21 bundesweit tätige weltliche und kirchliche Chor- und Orchesterverbände mit insgesamt ca. 100.000 Ensembles. Er vertritt die Interessen von 16,3 Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit Musik machen, gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Hauptsächliches Ziel des BMCO ist es, die Musikausübung breiter Bevölkerungsschichten zu aktivieren, die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen zu verbessern sowie die öffentliche Wahrnehmung der Amateurmusik zu stärken.
Pressefotos:

Zur Amateurmusik gehört viel Einsatz hinter den Kulissen. Foto: Kai Kutzki
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Die Umfrage richtet sich an Musizierende, Ensemble- und Verbandsvertreter*innen. Foto: ODISSEI/Unsplash
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Pressekontakt
Melanie Wollenweber
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesmusikverband Chor & Orchester
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E-Mail: wollenweber@bundesmusikverband.de
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