Öffnungsperspektiven

Informationen über die vorsichtige Wiederaufnahme musikalischer Probenangebote

Startseite > Öffnungsperspektiven

Öffnungsperspektiven

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) vertritt die Interessen von 14 Millionen Menschen, die sich im Bereich der Amateurmusik musikalisch betätigen. Als Dachverband der Amateurmusik setzen wir uns dafür ein, diese Interessen bei der Erarbeitung weiterer Öffnungsperspektiven stärker zu berücksichtigen.

 

Zu diesem Zweck erarbeitet unser neu gegründetes Kompetenznetzwerk NEUSTART AMATEURMUSIK  Modelle und abgestufte Empfehlungen für eine sichere Wiederaufnahme der musikalischen Bildungsangebote im Präsenzbereich der Amateurmusik. Gerne bieten wir neben unserer Expertise und Beratung verschiedene Konzepte als Diskussiongrundlage an. Zu beachten ist dabei immer, dass regionale Entwicklungen der Pandemie nach spezifischen Lösungen verlangen.

 

Unsere Vorschläge fußen auf dem hohen Maß an Verantwortungsbewusstsein und Disziplin, dass alle Amateurmusizierenden in den letzten Monaten bewiesen haben. Sowohl bei der Risikoabwägung als auch der Anwendung von Schutzmaßnahmen hat die Amateurmusik unter Beweis gestellt, dass eine sichere Wiederaufnahme der musikalischen Probentätigkeit möglich ist. Mehr noch: als notwendiger Bestandteil kultureller Bildung sollte die vorsichtige und didaktisch sinnvolle Wiederaufnahme musikalischer Probenangebote mit der Wiedereröffnung von Schulen oberste Priorität haben.

Modulares-Proben-Schutzkonzept

Das „Modulare-Proben-Schutzkonzept“ umfasst als Kernmodul die Anwendung bekannter und erprobter „Schutz- und Hygieneregeln“ (AHA-L etc.) für die Durchführung von Proben im musikalischen (Aus-)Bildungsbereich. Dieser Kernschutz, wird um zwei neue Schutzmodule ergänzt, um auch bei höheren Inzidenzwerten größtmögliche Sicherheit erreichen zu können:

 

  • Das Schutzmodul „Zugangskontrolle Testung“ kann infektiöse Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit identifizieren und von einer Teilnahme ausschließen.

 

  • Das Schutzmodul „Kontaktrückverfolgung“ kann durch Einsatz einer App wie z.B. LUCA eine fehlerfreie Teilnehmererfassung sowie die schnellstmögliche Information des zuständigen Gesundheitsamtes im Falle einer nachträglich festgestellten Infektion gewährleisten.
* (A)bstand (H)ygiene (A)temschutzmaske - (L)üften

* (A)bstand (H)ygiene (A)temschutzmaske - (L)üften

Die „Zugangskontrolle Testung“ kann durch nachgewiesene bzw. dokumentierte Schnell-/Selbsttests erfolgen. Diese könnten entweder von legitimierten Stellen bestätigt sein, oder durch Veranstaltungsverantwortliche vor Probenbeginn überwacht werden. Der Test sollte nicht älter als 24 Stunden sein. Selbsttest müssen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sein.

 

Die „Kontaktrückverfolgung“ könnte durch Einsatz einer App wie z.B. Luca, die bereits in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz ist (und deren Verwendung für Berlin und Hamburg bereits beschlossen ist) geleistet werden. Hierbei wären Fehler bei der Kontaktdatenerfassung nahezu ausgeschlossen, die exakte Aufenthaltsdauer in der Gruppensituation wäre ebenfalls dokumentiert und im Falle einer evtl. notwendigen Kontaktrückverfolgung könnten die Kontaktdaten unverzüglich elektronisch an ein Gesundheitsamt übermittelt werden.

 

Für Nutzung einer solchen App muss jede Person sich einmalig mit ihren Kontaktdaten registrieren. Nur der daraus generierte persönliche QR-Code wird vom Verantwortlichen beim Probenbeginn und beim Verlassen der Gruppensituation gescannt. Der QR-Code kann entweder auf dem Display des Teilnehmenden angezeigt werden, oder kann z. B. auf einem Schlüsselanhänger angebracht sein (für Teilnehmende ohne Smartphones, Kinder etc.).

 

Die Spezifizierungen der Einzelmaßnahmen für die drei Schutzmodule werden von unserem Wissenschaftscluster evaluiert und dem jeweiligen Forschungs- und Erkenntnisstand angepasst.

 

Gerne stehen wir beratend – z. B. auch für Pilotprojekte – zur Verfügung.

Kontakt