Förderpreise

Landmusikort des Jahres 2026

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10 Förderpreise für den „Landmusikort des Jahres 2026“

 
Die zehn Preisträger der Förderpreise, die jeweils ein Preisgeld von 2.000 Euro erhalten, sind: Bad Sooden-Allendorf (Hessen), Ortsgemeinde Becherbach bei Kirn (Rheinland-Pfalz), Stadt Crivitz (Mecklenburg-Vorpommern), Stadt Eibenstock (Sachsen), Gemeinde Gerstetten (Baden-Württemberg), Gemeinde Ilmtal-Weinstraße (Thüringen), Stadt Isselburg (Nordrhein-Westfalen), Gemeinde Lütjensee (Schleswig-Holstein), Gemeinde Oberthal (Saarland), Gemeinde Scheeßel (Niedersachsen).
 
 
Die Stadt Bad Sooden-Allendorf (Hessen) begeistert mit mehr als 20 etablierten Chor- und Instrumentalgruppen sowie einer beispielhaften frühkindlichen Musikerziehung und engagierten Nachwuchsarbeit. Schule und Kirche arbeiten dabei eng zusammen – mit sichtbaren Ergebnissen: Kinderchöre, Schulbands und -chöre, ein Jugendorchester sowie ein Jugendchor prägen das musikalische Leben vor Ort. Bemerkenswert sind zudem integrative Projekte wie die Gitarrengruppe für Geflüchtete und der ukrainische Chor „Kalyna“. Darüber hinaus setzt sich Bad Sooden-Allendorf kontinuierlich für Inklusion ein, um allen einen Zugang zur Musik zu ermöglichen. So bestehen zum Beispiel ein Kinderchor für Kinder mit kognitiven Beeinträchtigungen und der „All-Inclusive Chor“.
 
 
In der Ortsgemeinde Becherbach bei Kirn (Rheinland-Pfalz) findet trotz der Größe von nur 400 Einwohner*innen eine bemerkenswerte Vielfalt musikalisch-kultureller Aktivitäten statt. Neben gezielter Nachwuchsarbeit – mit Kinderchor, Flötenkreis, Musikschule sowie Flöten-, Klavier- und Orgelunterricht – bietet der jährliche Kultursommer unter anderem der Horngruppe, dem überregional bekannten und besetzten Becherbacher Brückenchor, dem Kirchen- und Posaunenchor, den Ensembles Kyra4 und Federboa & Zylinder sowie dem Doppel-D-Quartett eine Bühne.
 
 
Die Stadt Crivitz (Mecklenburg -Vorpommern) überzeugt mit einer gelungenen Verbindung aus traditionellen Formaten und innovativen Ideen für ein vielfältiges Musik- und Kultur-Programm, das die gesamte Gemeinschaft einbezieht. Generationenübergreifende Projekte, offene, inklusive und vielfältige Veranstaltungen sowie eine intensive Nachwuchsarbeit prägen die Gemeinschaft. Zur Stärkung der kulturellen Identität werden große musikalische Aktivitäten gemeinschaftlich im Bürgerhaus geplant – unter Beteiligung aller Akteure, von Schulen über Kirche, Instrumentalmusiker*innen bis hin zu Vereinen und Chören.
 
 
Stadt Eibenstock (Sachsen) beeindruckt durch ein integratives und vielfältiges Kulturangebot, das Tradition und Moderne verbindet und nach der Corona-Pandemie gezielt neu aufgestellt wurde. Heute bereichern unter anderem ein deutsch-ukrainischer Kinderchor, eine ukrainische Band und eine deutsch-ukrainische Kindertanzgruppe das kulturelle Leben. Ein besonderer musikalischer Höhepunkt ist das jährlich stattfindende, internationale Bandonionfestival, das Amateurmusizierende, erfahrene Profimusiker*innen, Vereine, Amateurtheaterleute, Tänzer*innen und andere Künstler*innen gemeinsam gestalten. Darüber hinaus bieten Kirchenchöre, die Erzgebirgsbands und die Feuerwehrkapelle ein regelmäßiges musikalisches Angebot.
 
 
Die Gemeinde Gerstetten (Baden-Württemberg) zeichnet sich durch ein außergewöhnlich breites und lebendiges musikalisch-kulturelles Leben aus. Dieses wird von Musikvereinen, Posaunenchören, Kirchen- und weiteren Chören, der Musikschule, Schulen, Kirchengemeinden sowie zahlreichen ehrenamtlich Engagierten getragen. Die Bandbreite reicht von klassischen Konzerten und kirchenmusikalischen Formaten über Vereinsfeste, Nachwuchsarbeit bis hin zu internationalen Begegnungsprojekten. Im Projekt TRINA kommen seit vielen Jahren junge Musiker*innen aus Gerstetten, Cébazat (Frankreich) und Pilisvörösvár (Ungarn) zu einer trinationalen musikalischen Begegnung zusammen. Das Bandlift-Festival bietet jungen Musiker*innen und regionalen Bands eine Bühne und verbindet Nachwuchsförderung, Festivalcharakter und musikalische Vielfalt. Das 100-jährige Bestehen des Posaunenchores unterstreicht, wie lebendig und zugleich zukunftsgerichtet die musikalische Arbeit in der Gemeinde ist.
 
 
In der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße (Thüringen) ermöglichen besonders die Ortsteile Ulrichshalben und Oßmannstedt auf vorbildliche Weise allen Bewohner*innen von Jung bis Alt die Teilhabe an Musik. Eine regelmäßige Nachwuchsförderung an der Orgel richtet sich gezielt an Jugendliche. Der Verein „Kulturgut“ hat durch die Instandsetzung eines ehemaligen Pferdestalls einen Ort der Begegnung geschaffen, in dem vielfältige Kulturveranstaltungen, Konzertreihen mit lokalen und internationalen Künstler*innen unterschiedlicher Genres stattfinden. Zudem dient der Ort als Ausstellungsraum und Saal für lokale Feste.
 
 
In der Stadt Isselburg (Nordrhein-Westfalen) sorgt unter anderem der Kulturring, ein Netzwerk lokaler Kulturschaffender, mit einem vielseitigen Programm für verschiedene Altersstufen dafür, Kultur erlebbar zu machen. Kulturveranstaltungen im Schloss Anholt, Open-Air-Konzerte am Isselufer sowie Chor- und Volksfeste bieten ein abwechslungsreiches musikalisches Angebot. Die Nachwuchsarbeit wird insbesondere durch Schnupperangebote und die Programme der Musikschule gezielt gefördert.
 
 
Mit lebendigen und vielfältigen kulturellen Angeboten überzeugt die Gemeinde Lütjensee (Schleswig-Holstein). Herauszuheben ist dabei die intensive und gezielte Nachwuchsarbeit. Die örtliche Ganztagsschule ermöglicht jedes Jahr rund 130 Kindern, kostenfrei ein Instrument zu lernen (Mandoline, Gitarre und Ukulele). Auch die Grundschule trägt mit jährlichen Musicalaufführungen zur musikalischen Bildung bei. In der Gemeinde besteht eine regelmäßige Zusammenarbeit zwischen professionellen und Amateur-Musiker*innen, aus der ein breites Angebot von Oper über Tango und Irish Folk bis hin zur Big Band entsteht. Ein jährlicher Höhepunkt ist das Adventskonzert, bei dem mehrere hundert Musiker*innen zu jeder vollen Stunde kurze Konzerte in der Kirche gestalten.
 
 
Die musikalisch-kulturellen Aktivitäten in der Gemeinde Oberthal (Saarland) überzeugen durch Vielfalt, Kontinuität und ein breites gesellschaftliches Miteinander. Traditionelle Musikfeste, hochwertige Konzerte, niedrigschwellige Festveranstaltungen und Gemeinschafts auftritte zeigen eine kontinuierliche Vereinskultur rund um Blasmusik, Ensemble-Spielen und generationenübergreifende Musik. Besonders hervorzuheben sind zudem die engagierte Nachwuchsarbeit, die deutsch-französischen Partnerschaftsfeste und die gelebte Teilhabe aller Generationen.
 
 
Die Gemeinde Scheeßel (Niedersachsen) ist nicht nur Veranstaltungsort des bekannt en Hurricane-Festivals, sondern überzeugt auch durch eine lebendige Amateurmusik-Szene. Die musikalisch-kulturellen Aktivitäten der Gemeinde zeichnen sich durch eine starke Verbindung von Vielfalt, Qualität und Gemeinschaft aus. Der Verein „Musica Scheeßel“ gestaltet und präsentiert große Werke für Chor und Orchester und eröffnet Musiker*innen vor Ort zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Das Zusammenspiel von Chören, dem Heimatverein, der Tanz- und Trachtengruppe Beekscheepers, von Kirche, Spielmannszügen, freier Bandszene und der Kulturinitiative prägt das kulturelle Leben, in dem Tradition und Moderne eng miteinander verbunden sind.
 
 
 
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