Tage der Chor- und Orchestermusik

Vom 20. bis 22. März 2020 in Dessau-Roßlau: Deutschland feiert die Musik.

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Idee

Im kommenden Frühjahr ist Dessau-Roßlau Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik. Vom 20. bis 22. März 2020 findet das bedeutendste Fest der Amateurmusik in der Welterbe-Stadt statt. Bei dem dreitägigen Festival unter dem Motto „Deutschland feiert die Musik. Und die, die sie machen.“ werden rund 1.000 Aktive aus ganz Deutschland mitwirken. Dessau-Roßlau wird gleichsam zur Bundeshauptstadt der Amateurmusik.

 

Im Mittelpunkt stehen die Musikerinnen und Musiker, die in ihrer Freizeit in Gesangvereinen, Blaskapellen, Kirchenchören, Sinfonieorchestern, Vokalensembles, Jazz-Combos und vielen weiteren Formationen von traditionell bis modern Musik machen. Die Tage der Chor- und Orchestermusik bringen die ganze Breite dieses Spektrums zu Gehör – von A wie a cappella bis Z wie Zupfmusik .

 

Den Anlass dafür schafft der Bundespräsident. Alljährlich zeichnet er traditionsreiche Chöre mit der Zelter-Plakette und Orchester mit der Pro-Musica-Plakette aus, wenn diese mindestens 100 Jahre lang ununterbrochen musikalisch gewirkt haben. Die ersten Plaketten des Jahres 2020 wird Frank-Walter Steinmeier am 22. März in einem Festakt überreichen, der Höhe- und zugleich Schlusspunkt der Tage der Chor- und Orchestermusik ist.

Programm

Das Programm des dreitägigen Festivals umfasst verschiedene Veranstaltungen, die den Zugang zur Musik aus ganz unterschiedlichen Richtungen bieten. Bei den unterschiedlichen Formaten wechseln Zuhören und Mitmachen einander ab.

 

Freitag, 20. März 2020

 

Auftaktkonzert

Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2020 starten am Freitagabend mit einem Auftaktkonzert in der Johanniskirche. Hier stellt sich Dessau-Roßlau mit einigen seiner bekanntesten Chöre bzw. Orchester vor und gibt damit quasi eine musikalische Visitenkarte der Stadt ab.

Samstag, 21. März 2020

 

Den ganzen Samstag über – und auch in der Nacht – ist die Dessauer Innenstadt voller Musik:

 

Marktplatzbühne

Am Vormittag lädt eine Bühne auf dem Marktplatz zu „Schnupperkonzerten“ verschiedener Chöre und/oder Orchester ein. Ein Vorgeschmack auf die musikalischen Gigs der nächsten Stunden und Tage …

 

Ökumenischer Gottesdienst

Um 15.30 Uhr feiern Bewohner und Besucher in Dessau-Roßlau einen Festgottesdienst in der Johanniskirche – selbstverständlich steht die (geistliche) Musik dabei im Mittelpunkt.

 

Offenes Singen

Lieder, Kanons, und Chörale, unisono und im mehrstimmigen Satz, a cappella oder vom Klavier begleitet: Beim Offenen Singen auf dem Marktplatz zu Füßen des Rathauses kann jeder und jede mitmachen. Einfach vorbeikommen – Noten und Texte gibt’s vor Ort.

Foto: Bernd Seydel

Foto: Bernd Seydel

Nacht der Musik

Die ganze Vielfalt der Amateurmusik lässt sich an nur einem Abend erleben. Aus jeweils vier 30-Minuten-Konzerten an zehn Spielorten in der Innenstadt stellt sich jede/r Zuhörer/in ein eigenes Lieblingsprogramm zusammen und wandelt entsprechend von Ort zu Ort. Die Nacht der Musik wird um 19.00 Uhr zentral in der Petruskirche eröffnet und ab 20:00 Uhr zusätzlich auch in neun weiteren Innenstadt-Spielorten fortgesetzt. An jedem dieser zehn Spielorte folgen auf 30 Minuten Konzert immer 15 Minuten Pause, in der man zum nächsten Ort wechseln kann (aber natürlich nicht muss). Ab 23:00 Uhr klingt die Nacht der Musik im Bauhaus Museum Dessau langsam aus.

 

Einen musikalischen Schwerpunkt setzen im Instrumentalbereich die Zupforchester: Sieben verschiedene Ensembles von Klein bis Groß treten mit Mandoline, Gitarre und Co. auf. Darüber hinaus sind unterschiedliche Bläserformationen zu hören, klassisch-sinfonische Orchester und „Weltmusik“. Im Vokalbereich dominiert die klassische Chormusik mit sehr vielfältigen Programmen. Aber auch der angesagte A-cappella-Pop verschafft sich bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik mit drei Gruppen deutlich Gehör. Stilistisch reicht die Bandbreite von Renaissance und Barock bis zu Jazz, Rock, Pop und klassischen Komponisten des 21. Jahrhunderts.

 

Übersicht über die Nacht der Musik

Routenvorschläge

 

Bei diesem vielfältigen Angebot in der Nacht der Musik hat das Publikum die Qual der Wahl. Insgesamt 10.000 Kombinationsmöglichkeiten sind für ein individuelles Musikprogramm denkbar. Vorgefertigte Routenvorschläge können die Wahl erleichtern:

  • Anspruchsvolle Chormusik: Wer um 19:00 Uhr dem Vokalconsort des Berliner Mädchenchors in der Petruskirche lauscht, dann dort das Programm „Luft“ des Vokalensembles Sequenz Halle hört, flugs in die Marienkirche zu den Hallenser Madrigalisten („Peace“) wechselt, anschließend wieder zurück zur Schubert-Messe des Lutherchores kommt und sein Konzerterlebnis in der Probsteikirche mit dem „Abendsegen“ des Vocalkreises Dessau beendet, hat definitiv herausragende Chöre und herausragende Chormusik genossen.
  • Zupfmusik-Route: Dieser Programmvorschlag startet um 20:00 Uhr in der Johanniskirche beim Zupforchester Magdeburg. Danach begibt man sich zum Landesjugendzupforchester Thüringen ins Bauhaus-Museum, hört anschließend das Saarländische Jugend­gitarrenorchester in der Marienkirche und beendet die gezupfte Nacht mit dem Zupftrio „Saite an Seite“ in der Musikschule.
  • Weltmusik-Route: Freunde fremd-folkloristischer Töne besuchen zunächst „Die Kinder vom See“ im Alten Theater und genießen dann im Café Hilde das Salonensemble Csardasparadies. Danach einfach sitzenbleiben und Klezmer und Israel-Pop vom Ensemble Shoshana servieren lassen. iocus vivendi rundet die Reise schließlich im Bauhaus-Museum ab.
  • A-cappella-Pop: Hier ist mitreißende Stimmung vorprogrammiert, und die Plätze könnten knapp werden. Die A-cappella-Nacht beginnt im Bauhaus-Museum mit präzisen Jazzharmonien der Village Voices aus Berlin. Dann zu Elsa K. ins Alte Theater gleich gegenüber wechseln. Anschließend kommen die Kinder vom See hier vorbei. Im vierten Slot gibt’s einen Bonustrack: Je nach Geschmack nochmal bei Elsa K. oder den Village Voices reinhören.
  • Bläservielfalt: So unterschiedlich klingen Blasinstrumente – zu erleben beim Jugendblasorchester Leipzig um 20:00 Uhr in der Georgenkirche, um 21:30 Uhr ebendort beim Blasorchester Roßlau und wieder ganz anders um 22:15 Uhr beim Posaunenchor Dessau in der Petruskirche. Das Bild wird abgerundet beim Ausklang ab 23:00 Uhr im Bauhaus-Museum durch die Big Band Bad Liebenwerda.

 

Spielorte der Nacht der Musik

 

Die Nacht der Musik findet an zehn Spielorten gleichzeitig statt. Alle Spielorte befinden sich in der Dessauer Innenstadt. Die maximale Entfernung beträgt 1,5 km Luftlinie.

Petruskirche: Wilhelm-Müller-Str. 1 (Ecke Albrechtstraße), 06844 Dessau-Roßlau

 

Umweltbundesamt: Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau

 

Musikschule „Kurt Weill“: Medicusstraße 10, 06844 Dessau-Roßlau

 

Propsteikirche St. Peter und Paul: Zerbster Str. 48 (Ecke Kavalier- bzw. Albrechtstraße), 06844 Dessau-Roßlau

 

Johanniskirche: Johannisstraße (Ecke Kavalierstraße), 06844 Dessau-Roßlau

 

Café Hilde: Zerbster Str. 30 (Ecke Rabestraße), 06844 Dessau-Roßlau

 

Bauhaus Museum Dessau: Mies-van-der-Rohe-Platz 1 (an der Kavalierstraße), 06844 Dessau-Roßlau.

 

Im Foyer des Bauhaus-Museums ist während der Tage der Chor- und Orchestermusik ein Infostand eingerichtet. Hier können Publikum und Mitwirkende jederzeit alle aktuellen Informationen zur Nacht der Musik und zu den weiteren Veranstaltungen dieses musikalischen Wochenendes erhalten.

 

Altes Theater: Lily-Herking-Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau, Zugang auch von der Kavalierstraße aus möglich

 

Marienkirche: Schloßstraße 3, 06844 Dessau-Roßlau

 

Georgenkirche: Georgenstraße 14 (Ecke Askanische Straße), 06842 Dessau-Roßlau

Sonntag, 22. März 2020

 

Festakt mit dem Bundespräsidenten

Zum Festakt am Sonntag um 11:00 Uhr im Anhaltischen Theater kommen auch der Bundespräsident und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt nach Dessau-Roßlau. Die Zeremonie mit der Verleihung der ersten Zelter-Plakette und der ersten Pro-Musica-Plaketten des Jahren 2020 wird von Spitzenensembles musikalisch umrahmt, darunter u.a. das Bundesakkordeonorchester.

 

Der Eintritt zum Festakt ist frei, aber kartenpflichtig. Kostenfreie Reservierung unter Tickets.

Foto: Heiko Rhode

Foto: Heiko Rhode

Mitwirkende

Bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik 2020 in Dessau-Roßlau treten über 40 verschiedene Ensembles auf. Die insgesamt rund 1.000 Mitwirkenden stammen aus zehn deutschen Bundesländern – vom Saarland bis Brandenburg, von Niedersachsen bis Bayern. Den Schwerpunkt bilden Chöre und Orchester aus Sachsen-Anhalt, darunter 14 unmittelbar aus Dessau-Roßlau. Folgende Ensembles – in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet – sind mit dabei:

 

Anhaltinisches Zupforchester

1919 – 2019: Genau vor 100 Jahren gründeten acht Musiker aus Dessau eine erste „Spielgemeinschaft“, deren Mitglieder sich schnell auf 45 Spieler erweiterten. Nach dem Krieg konnte sich die Tradition wieder neu beleben, und seit 1954 wurde die Leitung von professionellen Musikern des Landestheaters Dessau übernommen. Diese Dirigenten erweiterten das Repertoire, und in den Konzerten erklangen Werke des Barock, der Klassik, zeitgenössischer Musik und sogar Originalkompositionen Dessauer Komponisten. Unter Leitung von Heidemarie Münzberger erhielt das Ensemble 1989 den Wilhelm-Müller-Kunstpreis der Stadt Dessau. Seit Dezember 2004 wurde das Ensemble unter Leitung von Adda Noack gestellt, und nun musizieren ca. 30 Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 13 und 83 Jahren. Es vereint fortgeschrittene Laien, Studenten mit musikalischer Fachausrichtung und einige Berufsmusiker der Region. Das Repertoire reicht von Klassik bis zur Moderne, von Barock bis zur Rock- und Popmusik. Das Anhaltinische Zupforchester ist aus dem Kulturleben der Stadt Dessau-Roßlau nicht mehr wegzudenken und gestaltet jährliche Konzerte vor begeistertem Publikum.

Auftaktkonzert, 20.3., 19:00 Uhr, Johanniskirche

Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Johanniskirche

 

Berliner Mädchenchor – Vokalconsort

Der Berliner Mädchenchor ist die älteste und größte Chorschule für Mädchen und junge Frauen in Berlin. Er wurde 1986 an der evangelischen Lindenkirche gegründet und gehört heute zur Musikschule City West. Über 200 Mädchen und junge Frauen im Alter von 5 bis ca. 30 Jahren singen in fünf aufeinander aufbauenden Chorklassen. Die höchste Stufe ist das „Vokalconsort“ für Sängerinnen ab 20 Jahren mit einschlägigen Chorerfahrungen. Das „Vokalconsort“ gründete sich 2015 aus ehemaligen Sängerinnen des Konzertchores und besteht aktuell aus rund 25 Mitgliedern. In nur drei Jahren entwickelte die Chorleiterin Sabine Wüsthoff das Ensemble zu einem der besten Frauenkammerchöre Deutschlands. Beim 10. Deutschen Chorwettbewerb 2018 in Freiburg erreichte der Chor einen hervorragenden 2. Preis (Prädikat „Sehr gut“).

Nacht der Musik, Eröffnung, 21.3., 19:00 Uhr, Petruskirche

 

Big Band Bad Liebenwerda

Die Big Band Bad Liebenwerda ist eine Formation, die sich aus jazzinteressierten Musikerinnen und Musikern zusammensetzt und als „Big Band Bad Liebenwerda e.V.“, einen gemeinnützigen Verein mit dem Zweck der Förderung der Kunst und Kultur, organisiert ist. Die südlichste Bigband Brandenburgs, welche zwischen 2011 und 2013 Landesmeister der Bigbands in Brandenburg geworden ist, genießt in der Region einen besonderen Stellenwert und pflegt mit der Firma Reiss Büromöbel GmbH eine Kooperationspartnerschaft. Das 20-köpfige Jazz-Orchester mit den Sängern Natalie Leleck, Nina Bergk, Beatrice Szerement und Marcus Mundus hat sich unter der künstlerischen Leitung der Instrumentalpädagogin Miriam Kreher zu einem hochwertigen und interessanten Klangkörper entwickelt. Das Repertoire erstreckt sich über die klassische Bigband-Literatur in den Stilen Swing, Blues, Rock und der Musik Lateinamerikas.

Nacht der Musik, Ausklang, 21.3., 23:00 Uhr, Bauhaus Museum Dessau

 

Bläserkreis Anhalt

Der anhaltische Bläserkreis setzt sich aus zehn ambitionierten Laienmusikern zusammen, die verschiedenen Posaunenchören der Anhaltischen Landeskirche angehören. Alle Musiker vereint eine hohe Spielfreude und die Herausforderung, Konzerte weit über die Grenzen der Anhaltischen Landeskirche hinaus zu bestreiten. Die Leitung hat Landesposaunenwart Steffen Bischoff.

Auftaktkonzert, 20.3., 19:00 Uhr, Johanniskirche

Ökumenischer Gottesdienst, 21.3., 15:30 Uhr, Johanniskirche

 

Blasorchester Roßlau

Das Roßlauer Blasorchester ist seit über 50 Jahren für Sie da. Aufgrund einer hervorragenden Jugendarbeit des Orchesterleiters Willi Dreibrodt besteht der Kern des Orchesters vorwiegend aus Musikern von 18 bis 35 Jahren. Obwohl die Musiker keine Profis sind, besitzen sie eine solide Ausbildung an ihren Instrumenten und haben viel Spaß beim Musizieren. Wer den Klangkörper schon einmal erlebt hat, konnte sich vom vielfältigen und hohen Niveau überzeugen. Das Repertoire des Blasorchesters Roßlau erstreckt sich von stimmungsvoller Volksmusik über klassische Musik bis hin zu modernen Musikstücken. Das Blasorchester Roßlau zeigt sein Können bei vielen Anlässen, so ist es etwa bei Stadt- und Gemeindefesten, Einweihungen, Frühschoppen, Weihnachtsmärkten und anderen Festveranstaltungen zu finden.

Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Georgenkirche

 

Blind Audition

Sophia (11), Frederik (19) und Marc (20) waren einige Jahre lang das musikalische Dream-Team der Blindenschule Lebach. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft zur Musik verstehen sie sich im wahrsten Sinne des Wortes blind. Bei zwei eigens für sie und ihre Mitschüler geschriebenen Musicals haben sie ihr Talent in bedeutenden Rollen unter Beweis gestellt. Das Ende der Schulzeit der beiden jungen Männer im Sommer 2018 war jedoch nicht das Ende des Ausnahmetrios, sondern vielmehr die Geburtsstunde von Blind Audition. Die Band, musikalisch und organisatorisch betreut durch Isabell Spindler, musiziert überwiegend deutsche Popsongs – Klassiker und Charts – mit Gesang, Klavier und Schlagzeug. Eine erste Auszeichnung erhielt Blind Audition im Herbst 2018 mit dem ersten Preis beim inklusiven Song-Contest „EINklang“ im Dillinger Lokschuppen. Ein weiterer Meilenstein und eine große Ehre war der Auftritt beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Berlin im Mai 2019.

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr und 21:30 Uhr, Musikschule „Kurt Weill“

 

Broken Consort Dessau

Das Broken Consort Dessau wurde 1992 gegründet. Es kann auf zahlreiche Auftritte quer durch Deutschland und Rundfunkaufnahmen zurückblicken. Es besteht aus den Ehepaaren Annegret und Wolf-Jürgen Gander sowie Claudia und Guido Ruhland und spielt auf Kopien historischer Instrumente. Sein Repertoire umfasst die Musik der Renaissance und des Barock. 1998 erschien die CD „Musik der Reformationszeit“, 2002 „Klingende Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst“ und 2007 „Klingende Dorfkirchen in Anhalt“. Das Anhaltische Theater Dessau engagierte das Ensemble für die Ballettproduktion „Höfische Tänze“.

Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Probsteikirche St. Peter und Paul

 

Bundesakkordeonorchester

Das 2010 gegründete Bundesakkordeonorchester hat sich zum Ziel gesetzt, als Auswahlorchester auf Bundesebene die Literatur für Akkordeonorchester durch Beauftragung und Uraufführung neuer Werke im Bereich der Neuen Musik wie auch der Bearbeitungen tradierter Werke der sinfonischen Musik für Akkordeonorchester weiterzuentwickeln. Das Bundesakkordeonorchesters steht unter der Leitung von Stefan Hippe (Bundesdirigent im Deutschen Harmonika-Verband) und verpflichtet regelmäßig auch Gastdirigenten für außerordentliche Projekte. Bisher konnten bereits über 20 neue Kompositionen für Akkordeonorchester angeregt und uraufgeführt werden. Im März 2012 entstand in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk die CD „Breathing Life“. Im Februar 2016 entstand eine Rundfunkaufnahme mit dem Bayrischen Rundfunk – Studio Franken. Das Bundesakkordeon­orchester ist seit Sommer 2018 privilegierter Partner des Deutschen Musikrats.

Festakt, 22.3., 11:00 Uhr, Anhaltisches Theater

 

Chor der Kirchenmusiker

Kirchenmusik ist ein zentraler Teil des kirchlichen Lebens, sie ist in jedem Gottesdienst zu erleben, aber auch in vielen Konzerten und kirchlichen Veranstaltungen. In der Evangelischen Landeskirche Anhalts wirken vier Kreiskirchenmusikwarte und eine Kreiskirchenmusikwartin sowie weitere hauptamtliche (und auch nebenamtliche) Kantorinnen und Kantoren. Bei einer Fortbildung im Frühjahr 2019 kam die Idee auf, über die Arbeit in den Gemeinden hinaus – jede/r stets in der eigenen Gemeinde – von Zeit zu Zeit auch gemeinsam zu singen. So entstand der Chor der Kirchenmusiker der Evangelischen Landeskirche Anhalts. Er umfasst alle rund 15 hauptamtlichen Musiker/innen und tritt als gemischtes Vokalensemble auf. Bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik gibt er sein Debüt.

Ökumenischer Gottesdienst, 21.3., 15:30 Uhr, Johanniskirche

 

Dessauer Kantorei

Die Dessauer Kantorei ist ein Kammerchor mit 20 Sängerinnen und Sängern. Sie kommen aus Thüringen, Sachsen und Anhalt und treffen sich monatlich zu Probenwochenenden. Gegründet wurde der Chor 1978 von Wolfgang Elger, dem früheren anhaltischen Landeskirchenmusikdirektor. Zunächst sangen in dem Ensemble Sängerinnen und Sänger aus Naumburg, Elgers früherer Wirkungsstätte, sowie Mitglieder des Dessauer Lutherchores. Mit den Jahren kamen aus dem gesamten Gebiet der DDR Chormitglieder hinzu. Der Chor unternahm zahlreiche Chorfahrten, nach 1990 auch in die westlichen Bundesländer, in die Niederlande und in die Schweiz. Bisher führte der Chor rund 370 Werke von 100 Komponisten aller Epochen in 145 verschiedenen Orten auf. Mit dem Ruhestand Wolfgang Elgers übernahm sein Nachfolger Martin Herrmann die Leitung des Chores und nach ihm wiederum Matthias Pfund. Er arbeitete zuvor als Kirchenmusiker in Zwickau und war ab 1999 Kirchenmusikdirektor des Kirchenbezirkes Bautzen. Seit Dezember 2013 ist er Landeskirchenmusikdirektor der Evangelischen Kirche Anhalts.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr, Probsteikirche St. Peter und Paul

 

Die Kinder vom See

Rezept für eine Portion A-cappella-Genuss: Man treffe sich zu dritt an einem verborgenen See, nehme eine gehörige Portion musikalisches Talent, angereichert mit einer Prise Früherziehung, ein paar Angeln, drei Klappstühle, lasse alles ein paar Tage im See gemeinsam ziehen, noch ein paar Mal umrühren und, tadaaa, schon ist es angerichtet: „Die Kinder vom See“. So oder ähnlich muss es vor drei Jahren passiert sein. Seitdem streifen Gregor, Steve und Johann durch die Lande, um als musikalische Brückenbauer mit ein paar eingestaubten Genregrenzen aufzuräumen. Der ereignisreiche Ausflug zum See trägt bis heute Früchte, und die drei haben zu jedem Auftritt ihre treuen Klappstühle dabei – damit überall Seeatmosphäre aufkommt. Wo sind die Klappstühle in den letzten Jahren nicht überall gewesen: Vor Jung wie Alt, im Norden auf Poetry-Slams, im Süden in Kirchen, im Westen auf Festivals und im Osten sowieso, denn da sind sie Zuhause, alle drei, in Halle an der Saale. Die angehenden Musiklehrer sitzen sie hier den lieben langen Tag im Musiklabor und feilen an innovativen Klangexperimenten. Heraus kommt ein Mix aus tanzbaren A-cappella-Coversongs und Eigenkompositionen, stilistisch zu verorten zwischen Renaissance und Hip Hop (inklusive Hits der 80er und 90er Jahre, Reggae, Balkan und andere) – ein eigenes Genre: „Kinder-vom-See-Style“, neu, unbekannt, innovativ und vor allen Dingen ausschließlich mit vokalen Mitteln und ohne technische Hilfen produziert und vorgetragen. Als Verstärker dienen die Freude an der Musik, die Freundschaft zueinander und das gemeinsame Ziel, die Liebe für ihre Musik weiterzugeben. Ihren bisher größten Erfolg konnten die Kinder im Dezember 2015 durch den Fernsehpreis des MDR „Klick den Star“ verbuchen.

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr und 21:30 Uhr, Altes Theater

 

Ensemble Shoshana

Das Ensemble Shoshana wurde im Frühjahr 2004 unter der Leitung von Leonid Norinsky in Dessau gegründet. Es besteht aus drei Musikern: Leonid Norinsky (Knopfakkordeon [Bajan], Gesang), Ina Norinska (Tamburin, Gesang, Tänze) und Larisa Faynberg (Violine). Das Repertoire von „Shoshana“ umfasst Lieder und Instrumentalstücke, die sich auf die Tradition der Aschkenasim, der mittel- und osteuropäischen Juden, stützen. Es wird also sowohl in Hebräisch als auch in Jiddisch gesungen. Das Ensemble Shoshana spielt Klezmer, jiddische Lieder und Israel-Pop. Auf den Konzerten des Ensembles sind aber auch jüdische Tangos und Frejlachs zu hören. Da sich die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Dessau im Geburtshaus des Komponisten Kurt Weill befindet, will das Ensemble künftig auch diesem besonderen Umstand Rechnung tragen, indem Werke dieses bedeutenden Komponisten in das Repertoire aufgenommen werden. Das Ensemble Shoshana hat erfolgreich an zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland teilgenommen, wie zum Sachsen-Anhalt-Tag, im Landtag, am 4. Kulturprogramm des Zentralrats der Juden in Deutschland, am 3. Internationalen Festival der Jüdischen Kunst “Goldene Hanukkia“, zu Ausstellungen, bei Benefizkonzerten, zu Hochzeiten, Geburtstagen und anderen Festen. In einem ungewöhnlichen Arrangement – alle Arrangements stammen aus eigener Feder – für Knopfakkordeon, Violine und Gesang werden Sie mit bravourös interpretierten instrumentalen Freylachs und den harmonischen Klängen der Lieder durch die  Tiefe und Wärme der jüdischen Seele bezaubert …

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr und 21:30 Uhr, Café Hilde

 

Elsa K.

Wer ist Elsa K.? Elsa ist Sängerin, mag große und kleine Themen, laute und leise Töne, liebt den Sound der 90er genauso wie die Stimme von Paul McCartney. Elsa hat viele Stimmen. Fünf um genau zu sein. Nadia Schmidt (Sopran), Eva Wagener (Mezzo), Lisa Pitt (Alt), Steven Bauers (Bass) und Ole Zender (Beatbox) bilden das junge A-cappella-Ensemble „Elsa K.“. Ihr Repertoire ist bunt und macht vor keinem Genre halt. Eigene Lieder und detailreich arrangierte Cover beginnen bei Work-Songs aus der Industrialisierungszeit, spielen mit R’n‘B und Elektro und enden bei Interpretationen ostdeutscher Liedermacher. Ein musikalisches Erlebnis irgendwo zwischen ausgelassener Partystimmung und thematischer Ernsthaftigkeit …

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr und 22:15 Uhr, Altes Theater

 

Friedrich-Schneider-Chor Dessau

Der Friedrich-Schneider-Chor Dessau ist ein gemischter Laienchor, der klassische Volkslieder wie auch anspruchsvolle deutsche und internationale Chorkunst präsentiert und dabei von der Freude am Singen beflügelt wird. 1948 gegründet, wechselte der Chor in den darauf folgenden 70 Jahren mehrmals den Namen. Seit 1990 trägt er den Namen des berühmten Dessauer Hofkapellmeisters, Komponisten und Organisten Friedrich Schneider (1786–1853). Seitdem beteiligte sich der Chor an Aufführungen einzelner seiner Chorwerke (z.B. das Oratorium „Das Weltgericht“) und hat verschiedene Chorsätze Schneiders in seinem Programm. Im Januar 2017 übernahm René Mangliers die künstlerische Leitung des Friedrich-Schneider-Chores. Auch unter seiner Regie bleibt die Vielfalt im Repertoire erhalten: Ob einfaches dreistimmiges Lied oder sechsstimmiges Madrigal der alten Meister, althochdeutsches Minnelied oder Gospel, auch moderne internationale Volkslied-Bearbeitungen, die in Originalsprache erklingen – sie alle sind vertreten. Die neueste CD-Produktion („Die schönste Melodie erklingt“, 2019) spiegelt diese musikalische Bandbreite wider.

Auftaktkonzert, 20.3., 19:00 Uhr, Johanniskirche

Nacht der Musik, 21.3., 22:15 Uhr, Georgenkirche

 

Fürstsingers

Die Fürstsingers bestehen seit Februar 2000, zuerst am Fürst-Franz-Gymnasium und seit 2004 am Gymnasium Philanthropinum Dessau. Die knapp 60 Sängerinnen und Sänger sind im Alter zwischen 14 und 19 Jahren und proben in stetig wechselnden Besetzungen unter der Leitung von Steffen Schwalba (Musiklehrer am Gymnasium Philanthropinum Dessau) Neben dem gängigen Repertoire für gemischten Chor werden auch musikalisch anspruchsvollere Kompositionen – z.B. Messen von Franz Schubert, Robert Ray und Bent Peder Holbech – erarbeitet. Jedoch bilden einen wesentlichen Schwerpunkt der Probentätigkeit vierstimmige Chorarrangements aus den Bereichen Spiritual, Gospel, Jazz-Standards, Latin und Arrangements populärer Liedsätze .

Auftaktkonzert, 20.3., 19:00 Uhr, Johanniskirche

 

Hallenser Madrigalisten

Die Hallenser Madrigalisten sind ein Kammerchor, dessen musikalische Bandbreite sich von Stücken der Renaissance bis hin zu Uraufführungen zeitgenössischer Werke erstreckt. Das Herzstück ihrer Arbeit liegt im A-cappella-Gesang. Darüber hinaus tritt der Chor regelmäßig mit Instrumentalisten, Orchestern und Gastdirigenten auf. Im Konzertplan stehen wiederkehrend Gastspiele beim Bachfest Leipzig, den Telemann-Festtagen Magdeburg und den Frauenkirchen-Bachtagen Dresden. Mit dem auf historischen Instrumenten musizierenden Händelfestspielorchester Halle und der Staatskapelle Halle pflegt der Chor seit einigen Jahren eine enge Kooperation. Es liegen mehrere CD-Produktionen vor. 2013 beging der Kammerchor sein 50. Jubiläum. Seit 2010 ist Tobias Löbner Dirigent der Hallenser Madrigalisten. Unter seiner Leitung hat das Ensemble 2014 „mit sehr gutem Erfolg“ am 9. Deutschen Chorwettbewerb des Deutschen Musikrates teilgenommen.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr, Marienkirche

Festakt, 22.3., 11:00 Uhr, Anhaltisches Theater

 

iocus vivendi

Vor ein paar Jahren hatte sich die Musikakademie Sachsen-Anhalt im Kloster Michaelstein das Thema „Hausmusik“ vorgenommen – und seit der Zeit gibt es „iocus vivendi“. Die aktuell 13-köpfige Gruppe um den Leiter der Musikakademie, Peter Grunwald, probt internationale Folklore und wiederentdeckte alte Tanzmusik. Die Mitglieder sind allesamt Freizeitmusiker, die Spaß (daher auch der Name: iocus) daran haben, Musik aus aller Welt zu spielen und vor allem vorzuspielen. Oft wird das Publikum auch aktiv mit einbezogen: Eine Kiste mit Perkussionsinstrumenten oder auch Boomwhackers ist immer dabei. Dankbare Titel finden sich in der osteuropäischen Folklore, die ja auch seinerzeit die legendäre „Bauhaus-Kapelle“ inspirierte.

Nacht der Musik, 21.3., 22:15 Uhr, Umweltbundesamt

 

Kammerorchester St. Laurentius

Das Kammerorchester St. Laurentius vereint rund 30 Hobby- und Berufsmusiker im Alter von 16 bis 65 Jahren mit ganz unterschiedlicher musikalischer Vorbildung. Zusammen führt alle der Spaß am gemeinsamen Musizieren. MusikschullehrInnen, OptikerInnen, Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern, SchülerInnen und vor den Konzerten auch Mitglieder der Anhaltischen Philharmonie treffen sich jeden Mittwoch in der Laurentiushalle der Anhaltischen Diakonissenanstalt (ADA) zur Probe. Jährlich gestaltet das Orchester in der Regel zwei der traditionsreichen Abendmusiken der ADA und wird dabei vom Freundeskreis der Anhaltischen Diakonissenanstalt unterstützt. Auch in Kirchen der Region waren die Musikerinnen und Musiker schon häufig zu Gast. Das Kammerorchester St. Laurentius wurde 1998 gegründet, ist als eingetragener Verein organisiert und wird musikalisch seit September 2018 von Jörg Topfstedt (im Hauptberuf Kreiskantor des Kirchenkreises Torgau-Delitzsch) geleitet.

Auftaktkonzert, 20.3., 19:00 Uhr, Johanniskirche

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr, Probsteikirche St. Peter und Paul

 

Köthener Schloßconsortium

Das 1991 gegründete Köthener Schloßconsortium hat etwa 30 Mitglieder (Streicher, Holz- und Blechbläser, Klavier, Gitarren, Schlagzeug, Saxophone). Als Solisten wirken partiell auch Berufsmusiker mit. Das Repertoire umfasst Orchesterliteratur des 18. und 19. Jh. (Bachkantaten, Tschaikowski, Glinka), irische und amerikanische Folklore sowie Rock, Pop, Jazz und Chansons. Obwohl die stilistische Vielfalt wichtig ist, wird besonders bei der Aufführung von Barockmusik auf Stilsicherheit geachtet, hier ist die Spielweise von historischen Instrumenten Orientierungsmaßstab. Das Schloßconsortium unter der Leitung von Manfred Apitz ist an der Musikschule Köthen beheimatet und probt wöchentlich. Pro Jahr gibt es etwa fünf größere Konzerte in Köthen und Umgebung. Mit dem Bachchor Köthen sowie mit Solosängern und Tänzern pflegt es eine regelmäßige Zusammenarbeit.

Ökumenischer Gottesdienst, 21.3., 15:30 Uhr, Johanniskirche

Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Petruskirche

 

LandesGitarrenOrchester Sachsen-Anhalt

Das Ensemble wurde 1998 durch den Landesverband der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V. ins Leben gerufen. In den ersten Jahren nach der Gründung fanden Arbeitsphasen nur für besonders begabte Musikschüler in einem Drei-Jahres-Rhythmus statt – angelehnt an die Ausschreibungen der „Jugend musiziert“-Wettbewerbe. Nach einer zwischenzeitlichen Spielpause steht seit Anfang 2010 allen jungen Gitarristen aus den Musikschulen des Bundeslandes die Möglichkeit offen, im LandesGitarrenOrchester Sachsen-Anhalt mitzuwirken. Die Probenphasen und Konzerte finden in diesem Ensemble mehrmals jährlich statt und werden von der Musikschulpädagogin Marina Bärwald geleitet. Unter ihrer professionellen Leitung erarbeiten aktuell 27 Schülerinnen und Schüler aus den Musikschulen des Landes ein breites Repertoire, welches musikalisch und in Bezug auf die Besetzung und den Schwierigkeitsgrad äußerst vielfältig ist. Die abwechslungsreichen Konzertprogramme beinhalten die verschiedensten musikalischen Epochen und Stilrichtungen. So werden neben Werken von Barock bis zur Gegenwart auch Volks- und Kinderlieder, lateinamerikanische Rhythmen sowie Musik aus dem Rock- und Popbereich vorgetragen. Neben den reinen Gitarrenklängen, die oft durch andere Instrumente wie z.B. Flöten, Saxophone oder Gesang bereichert werden, sind auch Werke in kleineren Besetzungen zu hören.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr, Petruskirche

 

Landesjugendzupforchester Thüringen

Das Landesjugendzupforchester wurde 1993 gegründet und wird aktuell durch eine Doppelspitze von Daniela Heise und Martina Lübbecke mit viel Engagement geleitet. Eine größere Zahl der ca. 40 Orchestermitglieder ist Preisträger des Wettbewerbes „Jugend musiziert“. Beim Wettbewerb der Landesauswahlorchester 2014 errang das LJZO mit dem Prädikat „mit ausgezeichnetem Erfolg“ eine hohe Auszeichnung. 2016 wurde die erste eigene CD mit dem Titel „Once upon a time“ veröffentlicht, und nach Konzertreisen nach Schweden und Belarus folgte im Sommer 2017 eine Tournee nach Schottland. 2018 stand die Uraufführung des umfangreichen Opernepos „The Magic Lute“ von R. Hartung beim Eurofestival der Zupfmusik Bruchsal auf dem Programm. Mit dem Konzertprogramm geht das Orchester neue Wege einer noch abwechslungsreicheren Programmgestaltung unter Einbeziehung vieler junger neuer Mitspieler, für die so ein Auswahlorchester Anerkennung, Ansporn und auch ein musikalisches Abenteuer bedeutet.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr, Bauhaus Museum Dessau

 

Landeszupforchester Sachsen

Das Landeszupforchester Sachsen wurde im Jahr 2012 gegründet und ist im Landesverband Sachsen des Bundes Deutscher Zupfmusiker e. V. organisiert. Es ist eine Art Projektorchester, in dem sich Zupfmusiker aus ganz Sachsen an jährlich zwei intensiven Probentagen der Erarbeitung und Aufführung eines anspruchsvollen Programms widmen. Zum Repertoire gehören Originalkompositionen für Zupforchester und Bearbeitungen klassischer und moderner Werke. Unter der künstlerischen Leitung von Annette Schneider, Lehrkraft für Mandoline und Gitarre am Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau, Dirigentin und Komponistin, vereinen sich vornehmlich Laienmusiker, die das beizeiten gelernte Spiel auf dem Zupfinstrument als Erwachsene fortführen oder wiederentdeckt haben und das Musizieren in Gemeinschaft lieben, mit einigen Musikpädagogen. Die Spielerzahl bewegt sich derzeit um die 18. Das traditionelle Instrumentarium umfasst Mandoline, Mandola, Gitarre und Kontrabass.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr, Umweltbundesamt

 

Lutherchor Dessau

Seit seiner Gründung 1917 durch Professor Gerhard Preitz hat der Lutherchor nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Das Reformationsjubiläum 2017 bedeutete zugleich 100 Jahre Lutherchor. Reformation und Musik gehören von Anfang an untrennbar zusammen. Der Lutherchor will diese Schätze der Musik pflegen. Mit seinen Aufführungen der Oratorien, Messen und Requien von Bruckner, Brahms, Dvorák, Mendelssohn, Haydn, Schubert, Händel und vor allem Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium zieht der Lutherchor immer wieder viele Menschen an – als Zuhörende, aber auch als Sängerinnen und Sänger. Der Lutherchor ist der größte Laienchor der Stadt Dessau-Roßlau und leistet einen gewichtigen Beitrag zur Kultur in der Stadt und darüber hinaus für die Umgebung. Gleichzeitig sorgt der Lutherchor auch dafür, dass die Tradition gepflegt wird und das Lob Gottes nicht verstummt – ganz dem Bach‘schen „Soli deo gloria“ (Gott allein die Ehre) verpflichtet.

Ökumenischer Gottesdienst, 21.3., 15:30 Uhr, Johanniskirche

Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Petruskirche

 

Männerchor Roßlau

Der Männergesang in Roßlau kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Am 25. August 1834 gründete sich in Roßlau die „Liedertafel“, eine Vereinigung sangesfreudiger Männer. Der Chor gehört heute zu den Ältesten in Deutschland. Im Jahre 1876 kam es zur Trennung des Chores in „Liedertafel“ (Seidene), „Bürgerliche“ (Halbseidene) und „Arbeitergesangverein“ (Baumwollene). Am 29. September 1949 erfolgte dann wieder der Zusammenschluss dieser drei Chöre zum „Männerchor Roßlau“. Seit 1990 ist der Chor wieder im Vereinsregister eingetragen und Mitglied des Deutschen Sängerbundes. Aus dem kulturellen Leben der Stadt Dessau-Roßlau sowie über die Grenzen der Region hinaus ist er nicht mehr wegzudenken. Durch qualitativ gute Darbietungen bei Konzerten, Chortreffen und bei Geselligkeiten erwarb er sich Anerkennung und Wertschätzung. Traditionspflege und Verbindungen zu anderen Chören sind ebenfalls Inhalt des regen Vereinslebens. Seit 1963 ist Stadtmusikdirektor Willi  Dreibrodt nun schon der künstlerische Leiter des Chores.

Auftaktkonzert, 20.3., 19:00 Uhr, Johanniskirche

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr, Georgenkirche

 

Männergesangverein „Einigkeit“ Dessau-Mildensee

Gegründet im Mai 1920, wuchs der Chor rasch und trat vor großem Publikum auf. Als eher linksorientierter Gesangverein bekam er im Dritten Reich Probleme, überstand aber auch diese schwierige Zeit. Nach dem Krieg begann für diesen Chor der Neuaufbau, allmählich kam man in den Folgejahren zu einem normalen Probenrhythmus zurück, und seit Mitte der 50er Jahre ging es dann wieder steil bergauf mit dem Mildenseer Männerchor, vor allem auch durch die Unterstützung von LPG und BHG. Überregionale Bekanntheit erlangte er durch den Mildenseer Bauernmarkt und etliche Chorreisen auch ins Ausland. Nach der Wende passte sich der Chor neu an marktwirtschaftliche Strukturen an. Seit 2004 wird er von Jean François de Guise geleitet, mit dem die 18 Sänger seitdem auch vier CDs live einspielten. Im Zentrum des Gesanges stehen – gegen den aktuellen Trend – weiterhin traditionelle deutsche Volkslieder.

Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Umweltbundesamt

 

Mehr als 4

Das A-cappella-Ensemble „Mehr als 4“ gründete sich im Jahr 2010 aus Sängern des Stadtsingechores zu Halle. Erste Schritte auf dem Weg zur Gründung waren mehrere gemeinsame Auftritte bei Veranstaltungen der Latina August Hermann Francke. Es folgten weitere Konzerte, aus denen sich schnell eine rege Auftrittstätigkeit zu privaten und öffentlichen Anlässen entwickelte. Im Laufe der Jahre vergrößerte sich das Repertoire von „Mehr als 4“ immer weiter. Heute umfasst es moderne sowie klassische Männerchortitel, Lieder aus aller Welt, Barbershop-Songs sowie vielfältige moderne Arrangements. „Mehr als 4“ nahm an mehreren Meisterkursen teil. Besondere Akzente ihrer Konzerttätigkeit waren u.a. das Eröffnungskonzert des A-cappella-Festivals in Bad Salzungen im Jahr 2017, das Konzert „Chorklänge aus nah und fern“ zu „Happy Birthday Händel“, Weihnachtskonzerte in der Doppelkapelle zu Landsberg sowie zahlreiche eigene Konzerte im mitteldeutschen Raum. Auf dem Gebiet der kontemporären Musik setzt das Ensemble neue Schwerpunkte durch die Zusammenarbeit mit Komponisten aus ihrer Heimatstadt wie etwa Lukas Förster und Axel Gebhardt. Außerdem liegt ihm die Wissensvermittlung an jüngere Generationen am Herzen; so arbeiten die Sänger mit Schulen und deren Chören zusammen, um ihre Erfahrungen im Ensemble- und Chorgesang an die Kinder- und Jugendlichen weiterzugeben (z.B. im Juni 2019 mit dem Görres-Gymnasium Koblenz). Die fünf Sänger – Johannes Rhode und Jonas Müller, Tenor; Sebastian Kawa, Bariton; Maximilian Kasparick und Elias Büsching, Bass – studieren derzeit in Halle und Leipzig.

Festakt, 22.3., 11:00 Uhr, Anhaltisches Theater

 

Nordhäuser Kammerchor

Der Nordhäuser Kammerchor besteht aus ehemaligen Sängern des Nordhäuser Kinder- und Jugendchores, die sich weiter in ihrem Heimatort zusammenfinden, um an Wochenenden Konzertprogramme zu erarbeiten. Er ist regelmäßig in den Weihnachts- und Sommerkonzerten mit dem Nordhäuser Kinder- und Jugendchor zu erleben. Sein Repertoire reicht von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert und umfasst u.a. Werke deutscher, englischer, französischer, skandinavischer, baltischer und japanischer Komponisten.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr, Johanniskirche

 

Orchester der Musikschule „Kurt Weill“ Dessau-Roßlau

Das Orchester der Musikschule besteht schon seit Anfang der 1960er Jahr. Es umfasst heute 25 Streicher und probt in der Regel 1x pro Woche unter der Leitung von Frithjof Eydam. Die Dessauer Musikschule besteht seit 1953 und ist Mitglied im Verband Deutscher Musikschulen e.V. sowie im Landesverband der Musikschulen Sachsen- Anhalt e.V.  Im November 2010 erhielt die Musikschule die Genehmigung zum Führen der Bezeichnung „staatlich anerkannte Musikschule“. Der Name „Kurt Weill“ wurde ihr im März 2012 verliehen. Zurzeit erhalten 635 Schüler*innen Unterricht im instrumentalen oder vokalen Hauptfach. Neben musikalischer Früherziehung und der Ausbildung in Musiktheorie können sie unter anderem Violine, Klavier, verschiedene Holz- und Blechblasinstrumente, Gitarre, Schlagzeug oder Harfe spielen erlernen. Weiterhin betreut die Musikschule Ensembles unterschiedlicher Musikrichtungen, z.B. das Anhaltinische Zupforchester, Kammermusikensembles, Jazz- und Vokalensembles.

Auftaktkonzert, 20.3., 19:00 Uhr, Johanniskirche

 

Posaunenchor Dessau

Der Posaunenchor Dessau wurde im Jahr 1969/70 als „Posaunenchor der Anhaltischen Diakonissenanstalt“ gegründet. Der Wirkungskreis erweiterte sich, so dass er seit Ende der 70er Jahre den Namen „Posaunenchor Dessau“ trägt. Die Schwerpunkte der musikalischen Tätigkeit liegen im Begleiten und Gestalten von Gottesdiensten und Andachten sowie Freiluftveranstaltungen. Durch engagierte Mitglieder mit Frauen und Männern (fast) jeden Alters ist der Posaunenchor Dessau eine lebendige Gemeinschaft. Für Amateurmusiker ist es immer wieder spannend, neu herausgegebene Noten zu erarbeiten und vorzutragen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dadurch eine umfangreiche Notensammlung, von der bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik einiges zu Gehör kommen wird.

Nacht der Musik, 21.3., 22:15 Uhr, Petruskirche

 

Saarländisches Jugendgitarrenorchester

Im Oktober 2005 wurde es gegründet, und im November 2006 hatte es eine vielumjubelte Premiere: das Saarländische Jugendgitarrenorchester. Der Bund für Zupf- und Volksmusik Saar e.V. (BZVS) hat die Zeichen der Zeit erkannt und innovativ auf die große Anzahl von talentierten jugendlichen Gitarristen reagiert. Ziel dieses mittlerweile 15 Jahre alten Klangkörpers ist es, die Nachwuchsgitarristen zu fördern und ihnen weitere Entfaltungsmöglichkeiten zu bieten. Derzeit spielen rund 25 junge Gitarristen in diesem Ensemble. Konzertreisen führten das Orchester u.a. nach Zürich, Brüssel, Paris, Hamburg, Berlin und München. Rundfunkaufnahmen und -auftritte runden das Gesamtbild des Orchesters ab. Künstlerischer Leiter und Dirigent ist Prof. Stefan Jenzer, der an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken lehrt.

Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Marienkirche

 

Salonensemble Csardasparadies

Das Salonensemble Csardasparadies ist ein seit über zwölf Jahren eingespieltes Ensemble, das in variabler Besetzung zu verschiedenen Anlässen spielt. Die Grundbesetzung mit Violine, Klarinette bzw. Saxophon und Klavier, die bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik zu hören ist, wird auf Wunsch mit Cello, Kontrabass oder Tuba, Schlagzeug, einer zweiten Violine bzw. Klarinette oder Sängerin erweitert. Das Repertoire reicht von Musik der 20er & 30er Jahre, Swing- und Jazzstandards über Tanzmusik mit Hochzeitswalzer und Tanzrunde bis hin zu mitreißender Zigeuner- und Klezmermusik.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr und 22:15 Uhr, Café Hilde

 

SalonOrchester der MLU Halle-Wittenberg

Streichquartett der MLU Halle-Wittenberg

Das Akademische Orchester der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (AO) setzt sich zusammen aus musikbegeisterten Studierenden verschiedener Fachbereiche der Alma Mater halensis und ehemaligen StudentInnen, die bereits ihren beruflichen Weg gefunden haben. Seit 1984 steht das aus über 70 Mitgliedern bestehende Ensemble unter der Leitung von Matthias Erben. Nach der erfolgreichen Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb ist das AO regelmäßig in Deutschland und im europäischen Ausland unterwegs. Weitere Gastspiele führten nach Japan, den USA, Kanada und Namibia sowie ins europäische Ausland. In der Saison 2017/2018 feierte das Orchester mit einem Festival sein 60-jähriges Bestehen. Neben der großen Besetzung, die sich vorrangig dem sinfonischen Repertoire widmet, bilden die MusikerInnen des Akademischen Orchesters kleinere Formationen zu speziellen Anlässen. So ist das Kammerorchester der MLU oft unterwegs, um zu diversen Festivals den „Messiah“ von Händel aufzuführen (gerade erfolgreich in Österreich), und das SalonOrchester spielt zu heiteren universitären Festlichkeiten auf. Das Streichquartett tritt vor allem zu Vernissagen, Gedenktagen oder Auszeichnungsveranstaltungen im halleschen Stadtraum in Erscheinung.

Streichquartett: Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr, Umweltbundesamt

SalonOrchester: Nacht der Musik, 21.3., 21:30 Uhr, Bauhaus Museum Dessau

 

Symphonisches Blasorchester Leipzig

Das Symphonische Blasorchester Leipzig ist ein großes Bläserensemble, dessen Mitglieder talentierte Jugendliche, engagierte Amateurmusiker/innen und professionelle Musiker/innen aus Leipzig und der näheren Umgebung sind. Vornehmste Aufgabe des Orchester sind die Pflege und Verbreitung sinfonischer Bläsermusik auf höchstem Niveau. Die Programme des Ensembles umfassen zeitgenössische und klassische Originalwerke der Bläserliteratur sowie klassische Adaptionen, welche in den besten Konzertsälen der Stadt und des Umlands präsentiert werden. Ein jährliches Sommerprogramm rundet die jeweilige Saison ab. Als Kultur- und Klangkörper in der Musikstadt Leipzig hat sich das Orchester die Aufgabe gestellt, sinfonische Bläsermusik einer breiten und interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Dies geschieht vorrangig durch die Aufführung originaler Literatur, die für reine Bläserensembles seit der Renaissance mit einem Hauptaugenmerk auf der Spätromantik und dem zeitgenössischen Repertoire existiert.

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr, Georgenkirche

Festakt, 22.3., 11:00 Uhr, Anhaltisches Theater

 

Synagogalchor Hannover

Der Synagogalchor Hannover besteht aus weithin erfahrenen Sängerinnen und Sängern, die in hoher künstlerischer Qualität die jüdisch-liturgische Musik Europas aus ihrer Blütezeit während des 19. und auch noch beginnenden 20. Jahrhunderts präsentieren. Dabei widmet sich das Ensemble der Aufführung der ashkenasischen Tradition Mittel- und Osteuropas. Der Chor zeichnet sich durch einen homogenen und atmosphärisch dichten Chorklang aus, der dem sakralen Fundament gerecht wird und dabei dem romantischen Ideal der Synagogenkompositionen entspricht. Das Ensemble begann sein Wirken im Jahre 2004. Ein Großteil der Akteure bildete bis in das Jahr 2017 den Europäischen Synagogalchor, der unter der Leitung von Prof. Andor Izsák stand, mit ihm zahlreiche vielbeachtete Konzerte im In- und Ausland gab und auch bereits mehrere CDs und eine Doppel-DVD mit synagogaler Musik veröffentlicht hat. Die organisatorische Koordination durch Rafael Harten ermöglicht eine differenzierte und effektive Arbeit, für welche in der Leitung – nach Jahren der Mitwirkung im Chor – jetzt der Musiker Sören Sönksen steht.

Nacht der Musik, 21.3., 22:15 Uhr, Johanniskirche

 

Unibigband Leipzig

Der Weg von der Vorlesung zum Konzert ist für die Unibigband nicht weit: In der Konzertreihe „Hörsaalkonzerte“ im Hörsaalgebäude am Augustusplatz grooven und swingen die Studenten für ihre Kommilitonen. Auch in Leipzigs führenden Kulturstätten und Jazzclubs wie dem Gewandhaus, der Moritzbastei oder dem Liveclub Telegraph tritt das Ensemble regelmäßig auf und hat sich so längst auch in der außeruniversitären Musikszene einen Namen gemacht. Die Unibigband ist außerdem nicht nur in Leipzig unterwegs: Weitere Konzerte führten sie zu den renommierten Jazztagen Görlitz und auf eine Tournee zum „Festival Internacional de las Artes 2012“ und 2018 nach Costa Rica. Die Unibigband Leipzig, gegründet 2006, ist das jüngste Ensemble der Universitätsmusik und hat sich ganz dem Jazz verschrieben. Unter der Leitung des Saxophonisten Reiko Brockelt erklingen Swing-Standards, Latin Jazz und moderne Jazzkompositionen, hinzu kommen Eigenkompositionen des Bandleiters und Werke von UMD David Timm, darunter auch Jazz-Adaptionen von Kompositionen Franz Liszts, Johann Sebastian Bachs und Felix Mendelssohn Bartholdys. Das etwa 20-köpfige Ensemble besteht aus Studenten verschiedenster Fachrichtungen. So treffen hier beispielsweise angehende Juristinnen und Journalistinnen im Saxophonsatz, Medizinstudenten an der Posaune und ein Physiker am Bass zusammen, um gemeinsam zu musizieren. 2012 wurde die Unibigband 1. Preisträger des Internationalen Bigbandfestivals „Swingin‘ Saxonia“, 2014 erreichte sie dort einen 2. Platz. 2016 gewann sie den 1. Platz beim Deutschen Orchesterwettbewerb in Ulm und den 1. Preis des Internationalen Bigbandfestivals „Swingin‘ Saxonia“.

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr und 22:15 Uhr, Marienkirche

Festakt, 22.3., 11:00 Uhr, Anhaltisches Theater

 

Village Voices

Das Berliner Vokalensemble ist bekannt für sein breites musikalisches Spektrum und auch dafür, den Begriff  „Chor“ völlig neu zu definieren. Sie erleben 15 Solisten, denen es gelingt, einen Chorklang herzustellen, den Sie in dieser Form wahrscheinlich noch nicht erlebt haben. Eine unglaubliche rhythmische Perfektion und ein Sound, den Sie sonst nur von CDs kennen, verbinden sich zu einer hinreißenden Darbietung. Im Programm finden sich Jazz-, Pop-, Swing-, World- und Ethno-Songs, aber auch deutsche Klassik gehören dazu. Unter der Leitung von Wolfgang Thierfeldt, einem der renommiertesten Chorleiter Berlins, geben die Village Voices seit 1990 Konzerte in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland. Mit ihrem Programm begeisterten sie auf internationalen Festivals, in Berlin sind sie langjährige Landessieger des Chorwettbewerbs in der Kategorie Jazz/Pop/Gospel. Sie traten mit Weltstars wie Michael Bolton, Céline Dion, Wynton Marsalis, Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern auf. In den Songs des Ensembles zeigt sich nicht nur die Liebe zu Rhythmen, die herrlich zum Mitswingen animieren, sondern auch die Fähigkeit, traumhafte Balladen einfühlsam zu interpretieren und damit zusätzlich jede Sehnsucht nach spirituellen Klängen zu erfüllen. Inzwischen erschien ihre vierte CD „More than live“.

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr und 22:15 Uhr, Bauhaus Museum Dessau

 

Vocalkreis Dessau

Der Vocalkreis Dessau wurde 1992 durch Kantor Hans-Stephan Simon gegründet, der das Ensemble bis heute leitet. Anfangs bestand der Vocalkreis aus einem Doppelquartett, dessen Ziel es war, gute Chormusik in die ländlichen Regionen zu bringen. Über die Jahre hinweg änderte sich die Besetzung, derzeit sind es 15 Mitglieder. Zurzeit konzentriert sich das Programm des Ensembles neben Konzerten in und um Dessau auf die regelmäßige Durchführung des „Evensong“, einer Chorandacht nach anglikanischem Vorbild. Dabei spielt auch englische Chormusik (Purcell, Jenkins, Rutter) eine wesentliche Rolle.

Nacht der Musik, 21.3., 22:15 Uhr, Probsteikirche St. Peter und Paul

 

Vokalensemble Sequenz Halle

Das Vokalensemble Sequenz ist ein junger Kammerchor aus Halle (Saale), der 2011 gegründet wurde und sich aus Studierenden und jungen Berufstätigen zusammensetzt. Das Repertoire des Chores reicht von Werken der Renaissance über romantische oder zeitgenössische Chormusik bis hin zu Bearbeitungen von Popsongs. Bereits zwei Jahre nach seiner Gründung erreichte der Kammerchor beim 6. Landeschorwettbewerb Sachsen-Anhalt in Quedlinburg (2013) das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“. Von seiner Gründung 2011 bis zum Februar 2017 leitete Stefan Garthoff das Vokalensemble Sequenz. Stephan Kelm führt seine erfolgreiche Arbeit fort. Mit ihm erreichte der Kammerchor aus Halle beim 7. Landeschorwettbewerb im Mai 2017 in Wernigerode das Prädikat „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“, womit er sich zu Teilnahme am 10. Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg im Breisgau (2018) qualifizierte. Hier hatte das Vokalensemble Sequenz die Gelegenheit, sich mit den besten Kammerchören Deutschlands zu messen. Neben dem Prädikat „mit gutem Erfolg teilgenommen“ erhielt der Kammerchor ein positives Feedback hinsichtlich seines besonderen Chorklangs, sowohl von der Jury als auch vom Publikum. Der Schwerpunkt der Ensemblearbeit liegt sowohl auf der Erarbeitung von A-cappella-Musik als auch auf der Durchführung von Kooperationsprojekten mit verschiedenen anerkannten Ensembles und Künstlern aus Sachsen-Anhalt.

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr, Petruskirche

 

Zupforchester Magdeburg

Das Zupforchester Magdeburg wurde 1919 als Mandolinengruppe Magdeburg-Cracau gegründet. Schon damals fokussierte sich das Orchester auf die moderne Richtung in der Zupfmusik, die das Stakkato-Spiel entsprechend der klassischen Spielweise des 18. Jahrhunderts als dominierende Anschlagsart pflegte. Neben Originalkompositionen musizierte das Orchester in seinen Konzerten stilgerechte Bearbeitungen von Barockmusik. Seitdem das Orchester 1963 dem heutigen Magdeburger Konservatorium „Georg Philipp Telemann“ angeschlossen ist, werden die Schüler und Absolventen dieser Schule Mitglied des Ensembles. Heute steht das Orchester unter der Leitung von Torsten Kahler, Lehrer für Mandoline und Gitarre. Das Hauptbetätigungsfeld des Orchesters liegt in erster Linie in der Gestaltung eigener Konzerte auf nationaler und internationaler Ebene. Die Besetzung des Orchesters besteht aus 1. und 2. Mandoline, Mandola, Gitarre und Bass. Bereichert wird das Klangbild durch den Einsatz von Solisten und Rhythmusinstrumenten. Das Repertoire umfasst Original-Kompositionen und Bearbeitungen vom 17. bis 21. Jahrhundert. Die Philosophie des Orchesters ist, der Bandbreite der Charaktere und Vorlieben der Mitspieler gerecht zu werden, so dass das Repertoire immer sowohl klassische als auch unterhaltende Musik umfasst.

Nacht der Musik, 21.3., 20:00 Uhr, Johanniskirche

 

Zupftrio „Saite an Seite“

„Saite an Seite“ sind drei junge Zupfmusik-Talente aus drei Bundesländern: Amelie Jenzer stammt aus Freiburg (Baden-Württemberg), Emilie Becker aus Hochstadt (Rheinland-Pfalz) und Nils Kurzyca aus Heusweiler (Saarland). Trotz der Entfernung hatten sie sich vorgenommen, bei „Jugend musiziert“ teilzunehmen – und haben sich mit dem 1. Preis und der Höchstpunktzahl 25 beim Bundeswettbewerb in Halle (Saale) 2019 an die Spitze des deutschen Nachwuchses gespielt. Das Trio erhielt eine Einladung des Bundesmin,isteriums für Bildung und Forschung zum „Tag der jungen Talente“ nach Berlin. Bereits zahlreiche Konzerte und Rundfunkaufnahmen (SR, MDR) belegen das außergewöhnliche Niveau dieses hoffnungsvollen Trios.

Nacht der Musik, 21.3., 20:45 Uhr und 22:15 Uhr, Musikschule „Kurt Weill“

Tickets

 

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Tage der Chor- und Orchestermusik ist frei. Für die Nacht der Musik gilt: Solange freie Plätze verfügbar sind, bleiben die Saaltüren geöffnet.

 

Auch zum Festakt am 22. März besteht freier Eintritt. Aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen ist aber vorab eine Registrierung mit Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und -ort erforderlich. Tickets können ab sofort hier reserviert werden. Sie sind nicht übertragbar. Letzter Anmeldetermin ist der 15. März 2020.

 

Ticketreservierung für den Festakt

Rückblick

Seit 1971 gibt es das festliche Event zur gemeinsamen Verleihung der Zelter- und der Pro-Musica-Plaketten. Nach und nach haben sich daraus die Tage der Chor- und Orchestermusik entwickelt. Sie finden 2020 zum 50. Mal statt.

 

Die Tage der Chor- und Orchestermusik werden jedes Jahr in einem anderen Bundesland durchgeführt. Nachfolgend ein Rückblick auf die vorangegangenen Veranstaltungen der letzten 15 Jahre.

 

2019: Gotha, Thüringen (mehr Infos und Bildergalerien)

2018: Bad Homburg, Hessen (mehr Infos und Bildergalerien)

2017: Konstanz, Baden-Württemberg (mehr Infos und Bildergalerien)

2016: Eberswalde, Brandenburg

2015: Celle, Niedersachsen

2014: Zwickau, Sachsen

2013: Ulm/Neu-Ulm, Bayern/Baden-Württemberg

2012: Elmshorn, Schleswig-Holstein

2011: Koblenz, Rheinland-Pfalz

2010: Lippstadt, Nordrhein-Westfalen

2009: Osnabrück, Niedersachsen

2008: Bruchsal, Baden-Württemberg

2007: Saarbrücken, Saarland

2006: Eisenach, Thüringen

2005: Marktoberdorf, Bayern