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11. Dezember 2019

Pressegespräch zu den Tagen der Chor- und Orchestermusik 2020 in Dessau-Roßlau

 

Drei Tage voller Musik: Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2020 im Überblick

 

Im kommenden Frühjahr ist Dessau-Roßlau Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik. Vom 20. bis 22. März 2020 findet das bedeutendste Fest der Amateurmusik in der Welterbe-Stadt statt. Bei dem dreitägigen Festival unter dem Motto „Deutschland feiert die Musik. Und die, die sie machen.“ werden rund 1.000 Aktive aus ganz Deutschland mitwirken.

 

Im Mittelpunkt stehen die Musikerinnen und Musiker, die in ihrer Freizeit in Gesangvereinen, Blaskapellen, Kirchenchören, Sinfonieorchestern, Vokalensembles, Jazz-Combos und vielen weiteren Formationen von traditionell bis modern Musik machen. Die Tage der Chor- und Orchestermusik bringen die ganze Breite dieses Spektrums von A wie a cappella bis Z wie Zupfmusik zu Gehör.

 

Der Bundespräsident gibt den Anlass

 

Den Anlass dafür schafft der Bundespräsident, der alljährlich traditionsreiche Chöre mit der Zelter-Plakette und Orchester mit der Pro-Musica-Plakette auszeichnet, wenn diese mindestens 100 Jahre lang ununterbrochen musikalisch gewirkt haben. Die ersten Plaketten des Jahres 2020 wird Frank-Walter Steinmeier am 22. März in einem Festakt überreichen, der Höhe- und zugleich Schlusspunkt der Tage der Chor- und Orchestermusik ist. Zuvor demonstrieren die verschiedenen Veranstaltungen des Festivals einem breiten Publikum das hohe Niveau, auf dem die Amateure musizieren. Das wird beim Auftaktkonzert mit Ensembles aus der Stadt und der Region, auf einer eigens errichteten Marktplatzbühne, im ökumenischen Gottesdienst in der Johanniskirche, beim Offenen Singen für die und mit der Bevölkerung sowie bei der „Nacht der Musik“ zu erleben sein. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

 

Veranstalter des Events ist der Dachverband der Amateurmusik in Deutschland, der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO), in Zusammenarbeit mit der Stadt Dessau-Roßlau. Die Tage der Chor- und Orchestermusik finden jedes Jahr statt, aber immer in einem anderen Bundesland. Die letzten Ausrichterstädte waren 2017 Konstanz (Baden-Württemberg), 2018 Bad Homburg (Hessen) und 2019 Gotha (Thüringen).

 

Die einzelnen Veranstaltungen

 

Das dreitägige Festival setzt sich aus mehreren Veranstaltungsbausteinen zusammen. Bei den unterschiedlichen Formaten wechseln Zuhören und Mitmachen einander ab.

 

Freitag, 20. März 2020:

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Auftaktkonzert

Die Tage der Chor- und Orchestermusik 2020 starten am Freitagabend mit einem Auftaktkonzert in der Johanniskirche. Hier stellt sich Dessau-Roßlau mit einigen seiner bekanntesten Chöre bzw. Orchester vor und gibt damit quasi eine musikalische Visitenkarte der Stadt ab.

 

Samstag, 21. März 2020

 

Den ganzen Samstag über – und auch in der Nacht – ist die Dessauer Innenstadt voller Musik:

 

Marktplatzbühne

Am Vormittag lädt eine Bühne auf dem Marktplatz zu „Schnupperkonzerten“ verschiedener Chöre und/oder Orchester ein. Ein Vorgeschmack auf die musikalischen Gigs der nächsten Stunden und Tage …

 

„Ökumenischer Gottesdienst

Um 15.30 Uhr feiern Bewohner und Besucher in Dessau-Roßlau einen Festgottesdienst in der Johanniskirche – selbstverständlich steht die (geistliche) Musik dabei im Mittelpunkt.

 

Offenes Singen

Lieder, Kanons, und Chörale, unisono und im mehrstimmigen Satz, a cappella oder vom Klavier begleitet: Beim Offenen Singen auf dem Marktplatz zu Füßen des Rathauses kann jeder und jede mitmachen. Einfach vorbeikommen – Noten und Texte gibt’s vor Ort.

 

Nacht der Musik

Die ganze Vielfalt der Amateurmusik lässt sich an nur einem Abend erleben. Aus jeweils vier 30-Minuten-Konzerten an zehn Spielorten in der Innenstadt stellt sich jede/r Zuhörer/in ein eigenes Lieblingsprogramm zusammen und wandelt entsprechend von Ort zu Ort. Start ist um 19:00 Uhr in der Petruskirche. Ab 23:00 Uhr klingt die Nacht der Musik im Bauhaus Museum Dessau langsam aus.

 

Sonntag, 22. März 2020

 

Festakt mit dem Bundespräsidenten

Zum Festakt am Sonntag um 11:00 Uhr im Anhaltischen Theater kommen auch der Bundespräsident und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt nach Dessau-Roßlau. Die Zeremonie mit der Verleihung der ersten Zelter-Plakette und der ersten Pro-Musica-Plaketten des Jahren 2020 wird von Spitzenensembles musikalisch umrahmt.

 

Alle Informationen zu den Veranstaltungen der Tage der Chor- und Orchestermusik sind online zu finden auf www.tcom2020.de.

 


 

Nacht der Musik am 21. März: Die ganze Vielfalt der Musik an nur einem Abend

 

Rund 40 Kurzkonzerte, fast 1.000 Mitwirkende, über 20 Stunden Livemusik – und das alles bei freiem Eintritt! In der Nacht der Musik am 21. März 2020 ist die ganze Bandbreite der Amateurmusik in Dessaus Innenstadt zu hören. Von A wie a cappella bis Z wie Zupfmusik ist für jeden Geschmack etwas dabei. In dieser Nacht schläft niemand, es ist gefühlt die ganze Stadt auf den Beinen …

 

Die Nacht der Musik wird um 19.00 Uhr zentral in der Petruskirche eröffnet und ab 20:00 Uhr zusätzlich auch im Hörsaal des Umweltbundesamtes, in der Musikschule „Kurt Weill“, in der Propsteikirche St. Peter und Paul, in der Johanniskirche, im Café Hilde, im Bauhaus Museum Dessau, im Alten Theater, in der Marienkirche und in der Georgenkirche fortgesetzt. An jedem dieser zehn Spielorte folgen auf 30 Minuten Konzert immer 15 Minuten Pause, in der man zum nächsten Ort wechseln kann (aber natürlich nicht muss). Aus über 40 Angeboten wählt das Publikum so sein individuelles Wunschprogramm. Bis kurz vor elf ist an allen zehn Spielorten Musik. Ab 23:00 Uhr finden sich die Akteure und Fans, die dann noch nicht genug haben, zum Ausklang mit „open end“ im Bauhaus Museum Dessau zusammen.

 

Der Eintritt ist überall frei. Solange freie Plätze verfügbar sind, bleiben die Saaltüren geöffnet. An einzelnen Spielorten sind außerdem Speisen und Getränke erhältlich.

 

Mitwirkende aus zehn Bundesländern

 

Allein bei der Nacht der Musik wirken 34 verschiedene Vokal- und Instrumentalensembles mit. Die Akteure stammen aus zehn verschiedenen Bundesländern. Dabei überwiegt das Land Sachsen-Anhalt, aber es sind auch Musikerinnen und Musiker aus Sachsen, Thüringen und dem Saarland, aus Berlin, Brandenburg und Niedersachsen und sogar aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz dabei.

 

Einen musikalischen Schwerpunkt setzen im Instrumentalbereich die Zupforchester: Sieben verschiedene Ensembles von Klein bis Groß treten mit Mandoline, Gitarre und Co. auf. Darüber hinaus sind unterschiedliche Bläserformationen zu hören, klassisch-sinfonische Orchester und „Weltmusik“. Im Vokalbereich dominiert die klassische Chormusik mit sehr vielfältigen Programmen. Aber auch der angesagte A-cappella-Pop verschafft sich bei den Tagen der Chor- und Orchestermusik mit drei Gruppen deutlich Gehör. Stilistisch reicht die Bandbreite von Renaissance und Barock bis zu Jazz, Rock, Pop und klassischen Komponisten des 21. Jahrhunderts.

 

Vorgeschlagene Routen führen durch die Nacht

 

Bei diesem vielfältigen Angebot in der Nacht der Musik hat das Publikum die Qual der Wahl. Insgesamt 10.000 Kombinationsmöglichkeiten sind für ein individuelles Musikprogramm denkbar. Vorgefertigte Routenvorschläge können die Wahl erleichtern:

  • Anspruchsvolle Chormusik: Wer um 19:00 Uhr dem Vokalconsort des Berliner Mädchenchors in der Petruskirche lauscht, dann dort das Programm „Luft“ des Vokalensembles Sequenz Halle hört, flugs in die Marienkirche zu den Hallenser Madrigalisten („Peace“) wechselt, anschließend wieder zurück zur Schubert-Messe des Lutherchores kommt und sein Konzerterlebnis in der Probsteikirche mit dem „Abendsegen“ des Vokalkreises beendet, hat definitiv herausragende Chöre und herausragende Chormusik genossen.
  • Zupfmusik-Route: Dieser Programmvorschlag startet um 20:00 Uhr in der Johanniskirche beim Zupforchester Magdeburg. Danach begibt man sich zum Landesjugendzupforchester Thüringen ins Bauhaus-Museum, hört anschließend das Saarländische Jugend­gitarrenorchester in der Marienkirche und beendet die gezupfte Nacht mit dem Zupftrio „Saite an Seite“ in der Musikschule.
  • Weltmusik-Route: Freunde fremd-folkloristischer Töne besuchen zunächst „Die Kinder vom See“ im Alten Theater und genießen dann im Café Hilde das Salonensemble Csardasparadies. Danach einfach sitzenbleiben und Klezmer und Israel-Pop vom Ensemble Shoshana servieren lassen. iocus vivendi rundet die Reise schließlich im Bauhaus-Museum ab.
  • A-cappella-Pop: Hier ist mitreißende Stimmung vorprogrammiert, und die Plätze könnten knapp werden. Die A-cappella-Nacht beginnt im Bauhaus-Museum mit präzisen Jazzharmonien der Village Voices aus Berlin. Dann zu Elsa K. ins Alte Theater gleich gegenüber wechseln. Anschließend kommen die Kinder vom See hier vorbei. Im vierten Slot gibt’s einen Bonustrack: Je nach Geschmack nochmal bei Elsa K. oder den Village Voices reinhören.
  • Bläservielfalt: So unterschiedlich klingen Blasinstrumente – zu erleben beim Jugendblasorchester Leipzig um 20:00 Uhr in der Georgenkirche, um 21:30 Uhr ebendort beim Blasorchester Roßlau und wieder ganz anders um 22:15 Uhr beim Posaunenchor Dessau in der Petruskirche. Das Bild wird abgerundet beim Ausklang ab 23:00 Uhr im Bauhaus-Museum durch die Big Band Bad Liebenwerda.

 

Infostand im Bauhaus Museum Dessau

 

Im Foyer des Bauhaus-Museums ist während der Tage der Chor- und Orchestermusik ein Infostand eingerichtet. Hier können Publikum und Mitwirkende jederzeit alle aktuellen Informationen zur Nacht der Musik und zu den weiteren Veranstaltungen dieses musikalischen Wochenendes erhalten.

 


 

Festakt mit dem Bundespräsidenten am 22. März: Frank-Walter Steinmeier kommt nach Dessau

 

Protokollarischer Höhepunkt und zugleich Schlusspunkt der Tage der Chor- und Orchestermusik ist der Festakt zur Auszeichnung von Traditionschören und ‑orchestern mit der Zelter-Plakette bzw. Pro-Musica-Plakette durch den Bundespräsidenten. Jeweils die erste Plakette des Jahres 2020 wird hier auf der Bühne überreicht. Die Zeremonie am Sonntag, den 22. März 2020 im Anhaltischen Landestheater nimmt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier persönlich vor. Auch der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff wird dabei sein.

 

Musikalisch umrahmt wird der Festakt durch ausgewählte Spitzenensembles, darunter u.a. das Bundesakkordeonorchester.

 

Kostenfreie Tickets reservieren

 

Der Eintritt zum Festakt ist frei. Aufgrund der hohen Sicherheitsbestimmungen ist aber vorab eine Registrierung mit Vor- und Zunamen, Geburtsdatum und ‑ort erforderlich. Tickets können ab sofort über die Website www.tcom2020.de reserviert werden. Die Tickets sind nicht übertragbar. Letzter Anmeldetermin ist der 15. März 2020.

Die Meldungen sind Teil eines Pressemappe vom 11. Dezember 2019.

 

Vollständige Pressemappe mit detaillierten Infos zur Nacht der Musik, zu allen Spielorten und zu allen mitwirkenden Ensembles

 

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Foto: Lutz Ebhardt

 

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Foto: Bernd Seydel


 

11. November 2019

Keine Mehrbelastungen für Ehrenamtliche bei Weiterbildungen

 

Bei der Verabschiedung des Jahressteuergesetzes am 7. November 2019 hat der Deutsche Bundestag die zuvor im Regierungsentwurf noch drohende Einführung von Umsatzsteuer auf Weiterbildungsveranstaltungen gestrichen.

 

Seit Bekanntwerden der geplanten Neuregelung hatten der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO), die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e.V. (BDMV) und weitere Verbände massiv gegen die geplante Neuregelung interveniert, wonach für Bildungsmaßnahmen künftig 19% Umsatzsteuer anfallen sollten. Dies hätte zu erheblichen Mehrbelastungen von Ehrenamtlichen und von mehreren tausend ausbildenden Musikvereinen bei Weiterbildungen geführt. Insbesondere die Präsidenten des BMCO Benjamin Strasser MdB und der BDMV Paul Lehrieder MdB hatten sich für die Beibehaltung der Umsatzsteuerbefreiung in §4 Nr. 22 UStG stark gemacht und zeigen sich nun erfreut: „Es ist ein großer Erfolg für die Amateurmusik, dass die geplanten Regelungen abgewendet werden konnten“, so Strasser.

 

Weitere Themen, die die Amateurmusik empfindlich treffen können, warten auf Klärung auf der der politischen Ebene. Aktuell stellt etwa die Deutsche Rentenversicherung die Selbständigkeit von Dirigenten in Frage, woraus weitreichende Folgen für die Vereinslandschaft resultieren würden.

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7. Oktober 2019

Bundesmusikverband kündigt Förderprogramm zum Musizieren in ländlichen Räumen an

 

Unter dem Titel „MusikVorOrt“ stehen ab 2020 Fördermittel der Bundesregierung für die Arbeit von Chören und Orchestern bereit

 

Bereits im Koalitionsvertrag hatten sich die Parteien dazu bekannt, die ländlichen Räume zu stärken. Nun wurden in diesem Zusammenhang Fördermittel für das gemeinsame Musizieren bestätigt. Rund zwei Millionen Euro stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien dafür in den nächsten zwei Jahren bereit.

 

Im Rahmen des Programms MusikVorOrt können so ab 2020 beim Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO), dem Dachverband der Amateurmusik in Deutschland, Mittel für die Arbeit von Chören und Orchestern in ländlichen Räumen beantragt werden. Grundidee des BMCO ist, diese Förderung unkompliziert und mit geringstmöglichem bürokratischen Aufwand bereitzustellen. Weitere Informationen zu den förderfähigen Projekten und die Ausschreibungsdetails werden ab dem 11. November 2019 veröffentlicht.

 

BMCO-Präsident Benjamin Strasser MdB zeigt sich erfreut: „Endlich wird der Bedarf der meist ehrenamtlich organisierten Chöre und Orchester in ländlichen Räumen auch monetär und nicht nur in Sonntagsreden anerkannt.“ Denn Amateurmusik wird auch dort gemacht, so Strasser weiter, wo sonst kaum Institutionen hinkommen, und das fördert dort den gesellschaftlichen Zusammenhalt. MusikVorOrt ermögliche nun die Arbeit solcher Ensembles, statt mit immer neuen Vorschriften das ehrenamtliche Engagement der ca. 14 Millionen Menschen, die in Deutschland in ihrer Freizeit musizieren, zu gefährden.

 

Ein konkretes MusikVorOrt-Vorhaben steht schon fest: der SingBus der Deutschen Chorjugend e.V. (DCJ). Im Rahmen ihrer Initiative „Kinderchorland – in jedem Ort ein Kinderchor“ soll der SingBus durch das gesamte Bundesgebiet touren, um die Kinderchorarbeit in ländlichen Räumen zu fördern. „Mit dem SingBus möchten wir unser Land vokalisieren. Denn insbesondere Kinder lernen im Chor Harmonie und Zusammenhalt in einer Gemeinschaft kennen und lieben“, so Dr. Kai Habermehl, Vorsitzender der Deutschen Chorjugend.

 

Die Erkenntnisse aus der SingBus-Tour ebenso wie aus den übrigen MusikVorOrt-Projekten wollen BMCO und DCJ im Sommer 2021 gemeinsam bei einem Symposium präsentieren.

 

Logo „MusikVorOrt“

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1. Oktober 2019

Christian Wulff besucht Bundesakademie und BMCO-Geschäftsstelle in Trossingen

 

Altbundespräsident Christian Wulff hat der Trossinger Geschäftsstelle des Bundesmusikverbands Chor & Orchester (BMCO) am 1. Oktober 2019 einen offiziellen Besuch abgestattet und mit dessen Präsidenten Benjamin Strasser MdB aktuelle Fragen des Amateurmusizierens diskutiert. Im Anschluss informierte sich Wulff in der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen über deren Arbeit.

 

Zum Besuchsprogramm gehörte auch ein Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Trossingen. Es war das erste Mal, dass sich Wulff in der Musikstadt aufhielt.

 

Der Deutsche Chorverband, dem Wulff seit 2018 als Präsident vorsteht, ist einer von 20 bundesweit bzw. überregional agierenden Chor- und Orchesterverbänden, die sich Anfang des Jahres zu einem großen Dachverband der Amateurmusik in Deutschland, dem BMCO, zusammengeschlossen haben. Mit der Bundesakademie pflegen DCV und BMCO eine enge Zusammenarbeit. Die gemeinsam mit dem BMCO entwickelten Lehrgänge „Vereinspilot*innen“ und „Verbandspilot*innen“ sind aktuell sehr gefragte Weiterbildungsangebote der Bundesakademie Trossingen im „Kompetenzzentrum Ehrenamt in der Musik“, für das der BMCO Projektpartner ist.

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Information aus erster Hand und Austausch vor Ort: Bundespräsident a.D. Christian Wulff (li.) mit BMCO-Präsident Benjamin Strasser MdB (re.) in der Bundesakademie Trossingen. Foto: Antonia Emde


 

1. Oktober 2019

Fördermittel für Beethoven-Projekte im Jubiläumsjahr

 

Im Rahmen von BTHVN2020 finanziert der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) innovative Musikvermittlungsprojekte – und zeichnet zugleich die besten Projekte mit Geldprämien aus.

 

BEETHOVEN…ANDERS, so der Titel des mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien kurzfristig aufgelegten Programms, ist Förderprogramm und Wettbewerb zugleich. Jeweils bis zu 13.000 Euro stehen zur Finanzierung von Projekten bereit, die den Bürger, Tonkünstler, Humanisten, Visionär und/oder Naturfreund Ludwig van Beethoven in den Mittelpunkt rücken. Ziel ist dabei, Beethoven neu entdecken zu lassen, außerhalb des in einem Konzert üblicherweise zu Erwartenden. Ein Video soll die Projektaktivitäten dokumentieren. In einem zweiten Schritt sind diese Videos dann Grundlage für die Bewertung der verschiedenen Projekte durch die Öffentlichkeit und durch eine Fachjury. Im Rahmen dieses Wettbewerbs werden das beste Projekt schließlich von mit 5.000 Euro, die nächstplatzierten mit entsprechend abgestuften Geldpreisen ausgezeichnet.

 

Die Beethoven-Projekte sollen zwischen Februar und Oktober 2020 durchgeführt werden. Antragsschluss für die Fördermittel ist der 15. Dezember 2019. Alle Infos auf der Website des BMCO unter www.bundesmusikverband.de/beethoven-anders.


 

28. September 2019

Bundesmusikverband zeichnet Saarländischen Rundfunk mit der Hans-Lenz-Medaille aus

 

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) hat den Saarländischen Rundfunk mit der Hans-Lenz-Medaille 2019 ausgezeichnet. In einer Festveranstaltung am 27. September im Großen Sendesaal des SR in Saarbrücken hat BMCO-Präsident Benjamin Strasser MdB die Auszeichnung an den Intendanten Prof. Thomas Kleist überreicht.

 

In seiner Laudatio würdigte Strasser, dass die Amateurmusik schon seit den Fünfzigerjahren durchgängig bis heute feste Sendeplätze im SR hat, und nannte beispielhaft dafür die „Musikbühne Saar“ auf SR3 Saarlandwelle und „Musik aus der Region“ auf SR2 KulturRadio. Aber auch in der aktuellen Berichterstattung, im Fernsehen und bei Live-Veranstaltungen des Senders fänden Chöre, Orchester und Musikvereine sich und ihre Themen wieder. Besonders stellte Strasser die hohe Kompetenz und das persönliche Engagement der SR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter heraus.

 

SR-Intendant Thomas Kleist unterstrich in seiner Dankesrede, dass der Sender sich nicht nur als Kultur-Vermittler versteht, sondern auch selbst Kultur-Faktor ist, indem er etwa musikalische Wettbewerbe und Wertungsspiele in seinem Sendesaal ermöglicht und bei zahlreichen Veranstaltungen in der Region darüber hinaus auch als Kultur-Macher agiert. Kleist zeigte sich erfreut darüber, dass dies durch den Dachverband der Amateurmusik ausgezeichnet wird.

 

Die Zeremonie im Funkhaus Halberg wurde musikalisch umrahmt von Beiträgen des JugendJazzOrchesters Saar, des LandesJugendChores Saar, des Saarländischen JugendZupfOrchesters und der Band Blind Audition. Höhepunkte der Veranstaltung werden am 23. Oktober ab 20:04 Uhr auf SR2 und am 3. November ab 19:04 Uhr auf SR3 ausgestrahlt.

 

Mit der Hans-Lenz-Medaille wird seit 2006 jedes Jahr eine Person oder Institution für besondere Verdienste um die Verankerung der Musik in der Gesellschaft, die Wertschätzung der Amateurmusik und die kulturelle Jugendbildung gewürdigt. Sie erinnert an den Politiker und Amateurmusiker Hans Lenz (1907–1968), der von 1961 bis 1965 Bundesminister und von 1961 bis 1968 Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände war. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Prof. Dr. Hans Günther Bastian, Sir Simon Rattle und José Antonio Abreu.

 

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester ist 2019 durch Zusammenschluss der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände und der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände entstanden und versteht sich als Dachverband der Amateurmusik in Deutschland. Er vertritt rund 3 Mio. Aktive in 100.000 Ensembles bundesweit.

 

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Sichtlich erfreut nahm SR-Intendant Thomas Kleist (links) die Auszeichnung des Bundesmusikverbands Chor & Orchester aus den Händen seines Präsidenten Benjamin Strasser MdB (rechts) entgegen. Foto: P. D’Angiolillo/SR


 

17. Juli 2019

Länger jung mit Musik!

 

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester thematisiert das Singen und Musizieren in der nachberuflichen Lebensphase und lädt ein zum Deutschen Musiktreffen 60plus im Herbst 2020.

 

Mit der allgemeinen Lebenserwartung steigt der Anteil Älterer in der Bevölkerung stetig, gleichzeitig bleiben diese Menschen aktiv und gesund. Nach Beendigung des Berufslebens engagieren sich viele von ihnen verstärkt auch im musikalischen Bereich, etwa indem sie in einem Chor oder Orchester mitwirken. Der Dachverband der Amateurmusik in Deutschland schätzt dieses Engagement. Mit einem Musikwochenende im kommenden Jahr möchte er der wachsenden Bedeutung der 60plus-Gruppe gerecht werden, ihr vielfältiges Können demonstrieren, die speziellen körperlichen und didaktischen Herausforderungen beim gemeinsamen Musizieren in den Blick nehmen und zugleich dessen positiven Wirkungen auf ältere Menschen herausstellen.

 

Vom 18. bis 20. September 2020 findet deshalb in Bad Kissingen das Deutsche Musiktreffen 60plus statt. Sein Motto lautet: „Länger jung mit Musik!“ Aktive Musikerinnen und Musiker von Seniorenchören und -orchestern aus der ganzen Bundesrepublik sowie interessierte Einzelpersonen sind eingeladen, gemeinsam ein musikalisches Wochenende zu gestalten. Neben fachlichen Fortbildungsangeboten in Seminaren und Workshops gibt es ein vielfältiges Konzertprogramm an unterschiedlichen Spielorten. Das Treffen dient dem Kennenlernen und der Vernetzung der Gruppen untereinander. Es schafft Möglichkeiten zum Austausch und bietet eine Fülle von Anregungen, Neues auszuprobieren und miteinander Musik zu machen. Allein bei der Abschlussfeier werden sich mehrere hundert Menschen mit ihren Stimmen und Instrumenten unter einem Taktstock versammeln.

 

Folgender Veranstaltungsrahmen ist vorgesehen:

 

Freitag, 18. September 2020

  • 20:00 Uhr – Eröffnungskonzert

Samstag, 19. September 2020

  • 9:00 Uhr – Offenes Singen
  • 10:00–15:00 Uhr – Konzerte von teilnehmenden Chören und Orchestern an drei Spielorten
  • 10:00–15:00 Uhr – Seminare, Vorträge, Stimmbildung, gemeinsames Musizieren
  • 16:00–18:30 Uhr – Stell- und Generalprobe für die Abschlussfeier
  • ab 18:30 Uhr – Geselliger Ausklang

Sonntag, 20. September 2020

  • 9:30 Uhr – Ökumenischer Gottesdienst
  • 12:00 Uhr – Abschlussfeier

 

Teilnahme ist kostenfrei

 

Nach 2012 und 2016 ist es bereits das dritte Mal, das diese Großveranstaltung in dem bayerischen Staatsbad Bad Kissingen stattfindet. Zur Teilnahme aufgerufen sind Chöre, Orchester und Musikvereine aus dem kirchlichen Bereich ebenso wie aus dem weltlichen – in Ensemblestärke, als kleine Formation oder einzelne Chorsänger/innen und Musiker/innen. Auch Vereins- und Verbandsvertreter/innen, Dirigent/innen und Musikpädagog/innen sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei, es sind lediglich die eigenen Reise- und Übernachtungskosten zu tragen. In Bad Kissingen stehen Unterkünfte in verschiedenen Preiskategorien und ausreichender Zahl zur Verfügung. Die Tourist-Information vermittelt Zimmer unter der Telefonnummer 0971 / 8048444.

 

Anmeldungen von Ensembles und Einzelteilnehmern sind ab sofort möglich – formlos per E-Mail an info@bundesmusikverband.de, telefonisch unter 07425 / 328806-40 oder über die Website des Bundesmusikverbands. Anmeldeschluss ist der 31. März 2020. Bis zum folgenden Sommer wird dann eine detaillierte Programmübersicht mit allen Konzerten, Seminaren und weiteren Angeboten zum gemeinsamen Musizieren zusammengestellt.

 

Zur weiteren Information steht ein gedruckter Flyer samt Anmeldekarte zur Verfügung. Er kann in den Geschäftsstellen des Bundesmusikverbands gern auch in größerer Stückzahl angefordert werden, etwa um alle Mitglieder im eigenen Chor oder Orchester zu informieren.

 

 

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Foto: Rebecca Kraemer

 

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14. Mai 2019

Dessau-Roßlau wird 2020 die Bundeshauptstadt der Musik

 

Dessau-Roßlau ist im kommenden Frühjahr Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik. Vom 20. bis 22. März 2020 findet das bedeutendste Fest der Amateurmusik in der Welterbe-Stadt statt. Zu dem dreitägigen Festival werden rund 1.000 Mitwirkende aus ganz Deutschland erwartet.

 

Im Mittelpunkt stehen die Musikerinnen und Musiker, die in ihrer Freizeit in Gesangvereinen, Blaskapellen, Kirchenchören, Sinfonieorchestern, Vokalensembles, Jazz-Combos und vielen weiteren Formationen von traditionell bis modern Musik machen. Die Tage der Chor- und Orchestermusik bringen die ganze Breite dieses Spektrums zu Gehör. Das Motto lautet: Deutschland feiert die Musik. Und die, die sie machen.

 

„Die Tage der Chor- und Orchestermusik sind für unsere Stadt eine hervorragende Gelegenheit, sich vom 20. bis zum 22. März 2020 als ‚Bundeshauptstadt der Amateurmusik‘ zu präsentieren“, zeigt sich Oberbürgermeister Peter Kuras über die Entscheidung des veranstaltenden Bundesmusikverbandes Chor & Orchester e.V. erfreut.

Bundespräsident als Anlassgeber

 

Den Anlass dafür schafft der Bundespräsident, indem er alljährlich traditionsreiche Chöre mit der Zelter-Plakette und Orchester mit der Pro-Musica-Plakette auszeichnet, wenn diese mindestens 100 Jahre lang ununterbrochen musikalisch gewirkt haben. Die ersten Plaketten des Jahres 2020 werden am 22. März in einem Festakt überreicht, der Höhe- und zugleich Schlusspunkt der Tage der Chor- und Orchestermusik ist. Gleichzeitig demonstrieren die verschiedenen Veranstaltungen des Festivals einem breiten Publikum das hohe Niveau, auf dem die Amateure musizieren. Das wird auch beim Auftaktkonzert mit Ensembles aus der Region, in einem ökumenischen Gottesdienst in der Johanniskirche, beim Offenen Singen für die und mit der Bevölkerung sowie bei der „Nacht der Musik“ zu erleben sein. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

 

Die „Nacht der Musik“ am Samstagabend, den 21. März 2020 dürfte einen besonderen Reiz haben: An verschiedenen Spielorten in der Innenstadt gibt es jeweils 30-minütige Auftritte der verschiedenen teilnehmenden Ensembles gleichzeitig – rund 40 Kurzkonzerte insgesamt! Aus den unterschiedlichen Musikangeboten stellt sich jeder Zuhörer sein Lieblingsprogramm zusammen und wandelt zwischen den Locations auf seiner individuellen Konzertroute hin und her.

 

Mitmachen ist möglich

 

Veranstalter ist der Dachverband der Amateurmusik in Deutschland, der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V., in Zusammenarbeit mit der Stadt Dessau-Roßlau. Chöre und Instrumentalensembles aus der Region sind zur Mitwirkung eingeladen. Insbesondere die „Nacht der Musik“ bietet für sie eine gute Gelegenheit, sich und ihr Können zu präsentieren. Nähere Infos dazu sind auf der Website www.tcom2020.de nachzulesen. Anmeldeschluss ist der 9. September 2019; danach stellt die Programmkommission für die Tage der Chor- und Orchestermusik das Programm im Detail zusammen.

 

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Oberbürgermeister Peter Kuras enthüllte die Rathaustafel, die Dessau-Roßlau als Gastgeber der Tage der Chor- und Orchestermusik 2020 ausweist, und gab damit den Startschuss für die Vorbereitungen der Veranstaltung im nächsten Jahr. (Fotos: Niklas Dörr)

 

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10. Mai 2019

 

Saarländischer Rundfunk erhält die Hans-Lenz-Medaille 2019

 

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester verleiht in diesem Jahr die Hans-Lenz-Medaille an den Saarländischen Rundfunk. Er würdigt damit die Politik des Senders, der Amateurmusik durch regelmäßige Programmplätze in Hörfunk und Fernsehen, fachkompetente Redaktionsmitglieder und eigene Veranstaltungen im Hause einen hohen Stellenwert einzuräumen. Präsident Benjamin Strasser MdB wird die Hans-Lenz-Medaille am 27. September 2019 im Rahmen einer Festveranstaltung im Großen Sendesaal des SR in Saarbrücken an den Intendanten Prof. Thomas Kleist überreichen.

 

Mit der Auszeichnung wird seit 2006 jedes Jahr eine Person oder Institution für besondere Verdienste um die Verankerung der Musik in der Gesellschaft, die Wertschätzung der Amateurmusik und die kulturelle Jugendbildung gewürdigt. Sie erinnert an den Politiker und Amateurmusiker Hans Lenz (1907–1968), der von 1961 bis 1965 Bundesminister und von 1961 bis 1968 Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände war. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Prof. Dr. Hans Günther Bastian, Sir Simon Rattle und José Antonio Abreu.

 

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester ist 2019 durch Zusammenschluss der Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände und der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände entstanden und versteht sich als Dachverband der Amateurmusik in Deutschland. Er vertritt rund 3 Mio. Aktive in 100.000 Ensembles bundesweit.


 

2. Mai 2019

Deutschland bekommt einen Bundesjugendchor

 

Im Jahr 2020 entsteht ein Bundesjugendchor. Damit wird eine Idee und Initiative der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (jetzt: Bundesmusikverband Chor & Orchester) aus dem Jahr 2011 nach mehrjähriger Denkpause schlussendlich realisiert. Das Ensemble ist der nationale Auswahlchor jugendlicher Sängerinnen und Sänger und wird analog zum Bundesjugendorchester und Bundesjazzorchester in Trägerschaft des Deutschen Musikrates gegründet. Die Grundfinanzierung erfolgt aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums. Das teilte Bundesministerin Dr. Franziska Giffey persönlich am 27. April 2019 mit. Alle deutschen Chorverbände unterstützen das Projekt.

 

Christian Finke, Vorsitzender des Fachbereichs Chor und Vizepräsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester und zugleich Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates, zeigt sich zufrieden: „Der Bundesjugendchor macht es möglich, das Chorsingen und seinen Spitzennachwuchs sichtbar und hörbar zu fördern. Gut zwei Millionen Menschen in Deutschland singen regelmäßig im Chor. Die Jugendlichen des Bundesjugendchores werden ihnen künftig in der breiten Öffentlichkeit im In- und Ausland eine ganz besondere Stimme geben. Darüber freue ich mich – und darauf!“

 

Der Bundesjugendchor versteht sich als Exzellenzensemble mit höchstem Qualitätsanspruch. Er steht rund 50 interessierten Sängerinnen und Sängern im Alter von 16 bis 26 Jahren aus allen Landesteilen offen, die ein bundesweites Vorsingen erfolgreich absolvieren. Der Bundesjugendchor kommt mehrmals im Jahr zu Arbeitsphasen zusammen. Ein Beirat mit Chorexperten sowie Vertretern aller Chorverbände begleitet seine Arbeit und bestellt auch die künstlerische Leitung des Ensembles.


4. April 2019

Bundespräsident verleiht 111 Zelter-Plaketten

 

In diesem Jahr hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 111 Chöre, die seit 100 Jahren ununterbrochen aktiv sind, mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet. Die erste davon wurde am 31. März 2019 in einem Festakt in Gotha an den Männergesangverein Queienfeld-Wolfmannshausen überreicht. In Vertretung des Bundespräsidenten nahm die Zeremonie der Ministerpräsident des Freistaats Thüringen vor. 

 

Die Zahl der Zelter-Plaketten ist 2019 im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren wieder deutlich angestiegen. Neben der Würdigung des musikalischen Schaffens sind die Verleihungen auch ein Spiegel der deutschen Gesellschaft – immer um 100 Jahre versetzt. Die Statistik zeigt den lang anhaltenden Boom des Chorsingens und der Vereinsgründungen ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ein leichtes Abebben nach der Jahrtausendwende (wobei es hier nur um Neugründungen geht). Sie macht zugleich auch deutlich, wo Kriegs- und Krisenzeiten deutlich weniger Raum ließen für das Singen und die Gründung neuer Chöre: Die Delle zwischen 1966 und 1971 dürfte Wirkung der deutschen Einigungskriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich 100 Jahre zuvor sein. Und das Tal der Jahre 2014 bis 2018 spiegelt entsprechend leicht erkennbar den Ersten Weltkrieg wider.

 

Die 111 Plaketten des Jahres 2019 summieren die Gesamtzahl der seit dem Beginn 1957 durch den jeweiligen Bundespräsidenten verliehenen Zelter-Plaketten auf genau 11.550.

 

Das Jahresranking der Bundesländer führt Baden-Württemberg an, dorthin gehen 2019 Zelter-Plaketten an 36 Chöre. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 23, Bayern mit 15 und Hessen mit zwölf entsprechend ausgezeichneten Chören. Sieben Plaketten werden nach Rheinland-Pfalz, fünf nach Niedersachsen, vier nach Sachsen-Anhalt, drei nach Schleswig-Holstein, zwei nach Hamburg und je eine nach Brandenburg, ins Saarland und noch einmal nach Thüringen verliehen. Berlin, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gehen in diesem Jahr leer aus.

 

Die Chöre erhalten ihre Auszeichnungen zu unterschiedlichen Terminen überreicht. In Bayern findet eine landeszentrale Verleihungsveranstaltung am 18. Mai 2019 in Landshut statt, in Nordrhein-Westfalen am 19. Mai 2019 in Bottrop. Hessen plant die Zeremonie im Rahmen des „Hessentages“ Anfang Juni in Bad Hersfeld und Rheinland-Pfalz am 31. August 2019 in Mainz.

 

Sortiert man nach den Verbänden, in denen die Chöre organisiert sind, ergeben sich 65 Auszeichnungen an Chöre im Deutschen Chorverband (DCV), sieben an Landeschorverbände ohne bundesweites Dach, sechs an die Arbeitsgemeinschaft Freier Chorverbände (AGFC) in Bayern und Schleswig-Holstein sowie zwei an den Verband Deutscher KonzertChöre (VDKC). Außerdem erhalten 24 Chöre des katholischen Allgemeinen Cäcilien-Verbands für Deutschland (ACV) die Zelter-Plakette und fünf aus dem Chorverband in der Evangelischen Kirche in Deutschland (CEK). Zwei weitere ausgezeichnete Chöre haben keine Verbandsbindung.

 

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Chorleiter Erik Rosenberg (mit Plakette) und Vorsitzender Oskar Mock (mit Urkunde) vom MGV Queienfeld- Wolfmannshausen haben die erste Zelter-Plakette des Jahres 2019 vom Bundespräsidenten verliehen bekommen. V.l.n.r. gratulieren Knut Kreuch, Oberbürgermeister von Gotha, Benjamin Strasser MdB, Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester, und Martin Eifler, Vertreter der Bundesregierung, sowie Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen (ganz rechts). (Foto: Bernd Seydel)

 

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Die Statistik der Zelter-Plaketten nach Verleihungsjahren zeigt, immer um 100 Jahre versetzt, deutlich: In den Jahren des Ersten Weltkriegs wurde drastisch weniger gesungen als davor und danach. 1919 stieg die Zahl neu gegründeter Chöre, die jetzt mit der Plakette ausgezeichnet werden, wieder signifikant an.


 

31. März 2019

Freudestrahlendes Musikfest in Gotha

 

Zum Abschluss der Tage der Chor- und Orchestermusik hat Ministerpräsident Bodo Ramelow in einem Festakt im Kulturhaus Gotha die erste Zelter-Plakette und die erste Pro-Musica-Plakette 2019 an traditionsreiche Thüringer Amateurmusikensembles überreicht. Bei bestem Wetter und fröhlicher Stimmung hatten insgesamt rund 7.500 Menschen die zahlreichen Konzerte und Veranstaltung des dreitägigen Festes in Gotha besucht.

 

Am Sonntag gingen die Tage der Chor- und Orchestermusik 2019, die vom 29. bis 31. März in Gotha stattfanden, mit dem Festakt zur Verleihung der Zelter- und der Pro-Musica-Plakettenzu Ende. Der Männergesangverein Queienfeld-Wolfmannshausen und das Mandolinenorchester Wanderlust 1919 Rudolstadt erhielten jeweils eine vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete Urkunde und die Plakette für über einhundertjähriges musikalisches Wirken überreicht. Die Zeremonie nahm der Ministerpräsident des Freistaats Thüringen Bodo Ramelow in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Verbänden vor. Er würdigte die Amateurmusik als ein „unentbehrliches Fundament des gesellschaftlichen Lebens, gebündelt durch eine ehrenamtliche Bewegung“ und schloss an: „Meine tiefe Verneigung vor dieser Bewegung!“ Mit dem Landesjugendblasorchester, den Landesjugendchor, dem Landeszupforchester und dem Konzertchor des Rutheneums Gera gestalteten vier Amateur-Spitzenensembles den Festakt musikalisch und begeisterten das Publikum im Kulturhaus Gotha.

 

20 Stunden Musik live in nur einer Nacht

 

Ein weiterer Höhepunkt des dreitägigen Festivals war die Nacht der Musikam Samstag zuvor mit vier Konzerten an jeder der neun Innenstadt-Spielstätten für die Gothaer Bevölkerung. 33 unterschiedliche Chöre und Orchester aus acht Bundesländern boten allein an diesem Abend insgesamt 20 Stunden Livemusik. Die große Bandbreite der Musikstile und das hohe Niveau, auf dem die Amateure bei freiem Eintritt sangen und spielten, faszinierte die Besucherinnen und Besucher. Bei Teilnehmenden und Publikum herrschte fröhliche Stimmung.

 

Mit einem außergewöhnlichen Doppelkonzert an zwei Standorten hatten die Tage der Chor- und Orchestermusik am Freitagabend begonnen. Dabei gaben zunächst der Gospelchor unter Leitung von Oliver Debus und der von Matthias Eichhorn geführte Handglockenchor Gotha mit ihrem Programm im Kulturhaus eine exzellente musikalische Visitenkarte der Stadt ab. In der Pause spazierten die gut 500 Gäste, von Flöten-, Akkordeon- und Streicherklängen geleitet, zur Margarethenkirche, wo im zweiten Teil Bachchor, Kinderchor und die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach unter Leitung von Jens Goldhardt die 45-minütige „Mass of the children“ von John Rutter zur Aufführung brachten.

 

Überraschung zum 200. Geburtstag

 

In Gotha fielen die Tage der Chor- und Orchestermusik mit einem besonderen Jubiläum zusammen. Im Jahr 1819 war hier der erste gemischte Chor gegründet und damit der Grundstein für die reiche Chor- und Musikszene in der Stadt heute gelegt worden. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. – der gerade erst am Tag zuvor in Gotha durch Zusammenschluss des Chor- und des Orchesterverbandes entstandene Dachverband der Amateurmusik in Deutschland – überraschte die Stadt am Samstagvormittag mit einem Flashmob im Kaufhaus Moses. Als Geburtstagsständchen trugen die Gratulanten unter anderem das ebenfalls vor etwa 200 Jahren komponierte Volkslied „Die Gedanken sind frei“ vor.

 

Das Lied war am Samstagnachmittag erneut beim Offenen Singenauf dem Oberen Hauptmarkt zu hören. Unter tatkräftiger Mitwirkung ihres Oberbürgermeisters Knut Kreuch waren schätzungsweise 500 Gothaerinnen und Gothaer dabei, als unter strahlend blauem Himmel eine Stunde lang deutsche und internationale Volkslieder und Choräle gesungen wurden – sogar mehrstimmig.

 

Guten Zuspruch hatte kurz zuvor bereits der eigens im Rahmen des Festivals veranstaltete ökumenische Gottesdienst in der Margarethenkirche gefunden. Dieser war gleich von zwei Chören, Posaunenchor, Saxofon und Orgel musikalisch ausgestaltet worden.

 

OB zieht positives Fazit

 

Knut Kreuch war während der drei Tage sichtlich erfreut, Gothas musikalische Seite präsentieren und zugleich stärken zu können. Im Festakt sagte er: „Wir fühlen uns geehrt, regelrecht geadelt, dass so viele Amateurmusiker die Stimme erhoben und den Ton angegeben haben. Die Tage der Chor- und Orchestermusik waren ein Geschenk an die Musik und ein Geburtstagsgeschenk für Gotha.“Benjamin Strasser MdB, Präsident des veranstaltenden Bundesmusikverbands Chor & Orchester, zeigte sich beeindruckt von der Begeisterung in der Stadt: „Das Herzblut für die Musik ist hier deutlich zu spüren“, diagnostizierte er und dankte der Gastgeberstadt Gotha für die erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung der Tage der Chor- und Orchestermusik 2019.

 

Die nächsten Tage der Chor- und Orchestermusik finden vom 20. bis 22. März 2020 in Dessau-Roßlau statt.

 

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Die erste vom Bundespräsidenten verliehene Zelter-Plakette des Jahres erhielt der MGV Queienfeld-Wolfmannshausen vom thüringischen Ministerpräsidenten überreicht, die erste Pro-Musica-Plakette das Mandolinenorchester Wanderlust 1919 Rudolstadt. V.l.n.r.: Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch, Benjamin Strasser MdB (Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester), drei Vertreter des Mandolinenorchesters, Martin Eifler (Referatsleiter bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien), Ministerpräsident Bodo Ramelow, zwei Vertreter des Männergesangvereins. (Foto: Bernd Seydel)

 

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Das Holzbläserquintett des JSO Hochtaunus trat im Rahmen der „Nacht der Musik“ im Kaufhaus Moses auf. (Foto: Bernd Seydel)

 

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Der Jugendchor an St. Marien Greiz trat im Rahmen der „Nacht der Musik“ in der Stadtbibliothek auf. (Foto: Bernd Seydel)

 

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Mit einem kurzen Flashmob im Kaufhaus gratulierte der neu gegründete Bundesmusikverband Chor & Orchester der Stadt Gotha. (Foto: Bernd Seydel)


 

30. März 2019

Neuer Dachverband Amateurmusik gegründet

 

BDC und BDO haben sich zusammengeschlossen und bilden nun einen großen Dachverband der Amateurmusik in Deutschland. In dem neuen „Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V.“ haben Politik und Kulturinstitutionen einen zentralen Ansprechpartner für die Themen des Amateurmusizierens.

 

Die Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände (BDC) und die Bundesvereinigung Deutscher Orchesterverbände (BDO) haben sich nach einer mehrjährigen Phase enger Kooperation nun zu einemgroßen Dachverband der Amateurmusik zusammengeschlossen. Seine Mitglieder sind insgesamt 20 sehr unterschiedliche Bundesfachverbände des vokalen und instrumentalen Musizierens, darunter so große Verbände wie der Deutsche Chorverband (DCV) oder die Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV). Insgesamt vertritt der neue Bundesmusikverband Chor & Orchester gut 3 Mio. Aktive in 100.000 Ensembles in Deutschland.

 

Mit Benjamin Strasser MdB wurde in der Gründungsversammlung am 29. März 2019 in Gotha ein Vertreter der jungen Generation zum Präsidenten gewählt. Der 32-jährige Jurist und Innenpolitiker singt selbst im Kirchenchor seiner Heimatgemeinde Berg (Kreis Ravensburg) mit und spielt Violine. Strasser stellt das Gemeinsame von „Chor“ und „Orchester“ in den Vordergrund: „Ich möchte die vielen Millionen Menschen in Deutschland, die in ihrer Freizeit Musik machen, im Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit sichtbar machen und stärken. Die Amateurmusikerinnen und Amateurmusiker sind in kultureller ebenso wie in sozialer Hinsicht ein unverzichtbarer Baustein unserer Gesellschaft. Das gilt für Chöre, Orchester und Musikvereine gleichermaßen.“

 

Vizepräsidenten des neuen Verbandes sind KMD Christian Finke (Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland, CEK) und Heiko Schulze (BDMV). Die vormaligen Geschäftsstellen von BDO und BDC in Trossingen und Berlin führt der Bundesmusikverband weiter. An beiden Standorten sind insgesamt neun hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Interessenvertretung der Amateurmusik nach außen und der Vernetzung der Mitgliedsverbände untereinander beschäftigt. Außerdem steht der Bundesmusikverband hinter Veranstaltungen wie den Tagen der Chor- und Orchestermusik, dem Deutschen Musiktreffen 60plus, dem Bundeswettbewerb Auswahlorchester oder dem Internationalen Kammerchor-Wettbewerb Marktoberdorf, er führt das Antragsverfahren der Zelter-Plaketten und der Pro-Musica-Plaketten durch und ist Programmpartner bei „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“.

 

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„Familienfoto“ mit Vertretern der insgesamt 20 Bundesfachverbände im neuen Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. Die Gründungsversammlung fand am 29. März 2019 im thüringischen Gotha statt. (Foto: Lutz Ebhardt)

 

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Das geschäftsführende Präsidium des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V. bilden Benjamin Strasser MdB, Präsident (Mitte), KMD Christian Finke, Vizepräsident Chor (links), und Heiko Schulze, Vizepräsident Orchester (rechts).

Bildmaterial

 

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Benjamin Strasser, Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V.

 

3366 × 5043 Pixel, Foto: Tanja Ruetz

Ausgewählte Berichte

Radiointerview, ausgestrahlt am 19. Juni 2918 um 10:15 auf SWR2

Politik für die Amateurmusik: Bundestagsabgeordneter Benjamin Strasser

 

Benjamin Strasser ist Abgeordneter im Deutschen Bundestag und Präsident des Bundesmusikverbands Chor und Orchester. Im SWR2 Musikgespräch mit Ines Pasz erläutert er, wie er die Politik sensibilisiert für die Interessen von mehr als 14 Millionen Amateurmusikern in Deutschland.

 

Nachhören

Radiointerview, ausgestrahlt am 15. April 2019 um 19:30 Uhr auf BR2

 

Der Präsident Benjamin Strasser im Gespräch

 

Mehr als 20 Einzelorganisationen aus dem instrumentalen und vokalen Amateurmusizieren wollen in Zukunft mehr miteinander statt nebeneinander agieren. Stephan Ametsbichler hat mit ihrem Präsidenten, dem Bundestagsabgeordneten Benjamin Strasser, gesprochen.

 

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